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Mittwoch, 10. Juni 2020

Mit Leichtigkeit

Es ist schön, wenn durch Kinder neue Begriffe ins Haus kommen. Okay, es gibt auch Wörter, auf die könnte man gerne verzichten, wie Kokos vorpubertäres "boah, eyyyy", Knopfs "gaga" und Zwiebales "Blödi". Manche Wörter werden schnell vergessen, manche verboten, manche toleriert und manche in den familiären Sprachgebrauch aufgenommen.

Ein ganz herrliches neues Wort brachte s'Zwiebale mit: "mit Leichtigkeit". 

Kannst du bitte von der Veranda die Kartoffeln holen? "Mit Leichtigkeit!"
Schaffst Du das, ist das nicht zu schwer? "Mit Leichtigkeit!"

Wenn der kleine Knirps mit seinem immer noch leicht schielenden Auge, der coolen Brille und den entzückenden Locken da steht und mit einer solchen Selbstverständlichkeit "mit Leichtigkeit" antwortet, dann schmilzt mein Herz vor Freude und Glück. Und da musste sogar Monsieur Koko lachen, der von mir gerade gefragt wurde, wie man hier überholt (Fahrradprüfung) und s'Zwiebale laut antwortete: "Mit Leichtigkeit!"


In diesem Sinne, mit mehr Leichtigkeit lässt es sich ziemlich gut leben und mit noch mehr Leichtigkeit so ein herrliches Stück Tarte genießen. (Dass das Abtrainieren der Kuchenkilos nicht mit solch einer Leichtigkeit passiert, ist ein anderes Kapitel 😉)



Erdbeer Tarte

Für den Mürbteig

150 g kalte Butter
75 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
300 g Mehl

glutenfrei: 120 g Reismehl, 120 g Hirsemehl, 60 g Kartoffelstärke, 1 1/2 TL gemahlene Flohsamenschalen

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Butter in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Zucker, Ei, Salz und Mehl zügig mit dem Knethaken des Rührgeräts verkneten. (bzw. per Hand - das mache ich lieber)
Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben (bei der glutenfreien Version mit Reismehl) 
Teig etwas flach drücken.
Auf die Teigscheibe einen Bogen Backpapier legen und mit dem Nudelholz auf dem Backpapier rollen. 
Den Teig in die gewünschte Größe ausrollen, in die Tarteform heben und andrücken.
Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Mit Backpapier belegen und mit Backlperlen (oder Reis) 10 Minuten blind backen.
Das Backpapier mit den Blindbackperlen entfernen und Tarteboden nochmals ca 10 Minuten backen.
Auskühlen lassen.

Je nach Größe der Tarteform bleibt etwas Teig übrig. Entweder kleine Tarteletteförmchen damit auskleiden und wie oben beschrieben backen oder einfrieren.



Für die Creme
1 + 3 Blatt Gelatine
250 g Erdbeeren
2 + 1 EL Erdbeersirup (alternativ Himbeer- oder Holundersirup)
2 Eigelb (M)
250 g Mascarpone
200 ml Schlagrahm (= Obers, = Sahne)
3 EL Zucker

1 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Erdbeeren waschen, putzen, in kleine Stücke schneiden und pürieren. 

2 EL Erdbeersirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine gut ausdrücken und im warmen Sirup auflösen. Diesen Sirup ins Erdbeerpüree gießen, vermischen und die Masse im Kühlschrank aufbewahren.

3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 

Eigelbe und Staubzucker über einem heißen Wasserbad ca. 5 Minuten mit dem Mixer hellcremig aufschlagen. Die Schüssel darf dabei das kochende Wasser nicht berühren. Anschließend auf die Seite stellen.

Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren. 

1 EL Erdbeersirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine gut ausdrücken und im warmen Sirup auflösen.

Cremig geschlagene Eigelb-Zuckermischung zum Mascarpone geben und kurz vermischen. Gelatine-Sirup dazu gießen und ebenfalls mit dem Mixer kurz verrühren. Erdbeerpüree aus dem Kühlschrank holen und vorsichtig mit Hilfe einer Teigspatel unter die Mascarponecreme rühren.

Obers mit Zucker steif schlagen und unter die Mascarponemasse heben. Diese Masse in die Tarte gießen, fest werden lassen (am besten über Nacht) und dekorieren.

Wenn von der Creme etwas übrig bleibt, einfach in Dessertgläser füllen und genießen. Mit Leichtigkeit!




Samstag, 30. Mai 2020

Lieb & Cool

Der süße Knopf ist unser Leseweltmeister, flotter Schulaufgaben-Erlediger, unser Rechenkönig, unser Kuschelmeister und Sonnenschein. Das und noch viel mehr ist er. Nur großartiger Plauderer ist er noch nicht. Seine Kommunikation beschränkt sich auf effiziente 2 Wortsätze, wie "Komm her", "komm mit"; "lauter"; "großen Hunger"; "danke", "warte mich".... Und ein paar Phrasen wie "danke, gut war's".
Heute in der Früh hat er sich noch einmal zu mir ins Bett gekuschelt, mich ganz tief angeschaut und gesagt "Mama lieb" (übersetzt: Mama ich habe dich lieb). Ui, ui, mein Herz ging fast über vor Glück. Und nach einer Weile sagte er: "Mama, du bist cool!"

Das ist ein Satz! Ein ganzer! Korrekter! Und vollständig!!!!! Und so wahr! ;-) (ha, ha) Ich war so baff und stolz und glücklich. Danke Knopf für diesen schönen Start ins Wochenende.


(PS: Für alle neuen LeserInnen: Der süße Knopf ist 8, hat das Down Syndrom und solche Erfolge sind einfach noch ein Stückchen intensiver als bei anderen Kindern.


Bei uns gibt es nicht nur süße Worte sondern zum Pfingstwochenende auch diese süßen Erdbeer-Holunder-Cupcakes.




Erdbeer-Holunder-Cupcakes
Zutaten für 6 Muffins (mittlere Größe, ca. 90 ml Fassungsvermögen)


116 g Butter, Raumtemperatur

80 g Zucker

1 EL Holunderblütensirup

2 Eier (M)

100 g Mehl

50 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl; sonst einfach gemahlene mit Haut verwenden)

½ TL Backpulver



Glutenfreie Version: 40 g Hirsemehl, 40 g Reismehl, 20 g Kartoffelstärke, ½ TL Johannisbrotkernmehl





Backrohr auf 160 Grad vorheizen und Backformen vorbereiten.

Butter mit Zucker und Sirup in einer großen Rührschüssel schaumig schlagen.
Eier einzeln unter die Masse schlagen.
Mehl, Mandeln und Backpulver vermischen und in die Rührschüssel geben und solange mixen bis ein homogener Teig entstanden ist.

Förmchen bis ca. 1 cm unter den Rand füllen und 20 Minuten backen. 
Auskühlen lassen.



Topping

Erdbeerpudding (am Vortag zubereitet)

20 g Erdbeermarmelade

200 g Mascarpone, Raumtemperatur



Für den Erdbeerpudding

60 g Erdbeersirup 

10 g Zucker

35 g Obers

10 g Maisstärke





Erdbeersirup und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. 
Obers mit Stärke klümpchenfrei verrühren. Eventuell durch ein feines Sieb streichen. 
Sobald die Sirup-Zucker-Mischung anfängt zu kochen, die Stärkemischung dazugeben und nun rühren bis der Pudding eindickt. 
In eine Schüssel gießen, eine Frischhaltefolie direkt auf den Pudding geben und im Kühlschrank bis zur Verwendung am nächsten Tag lagern.



Erdbeermarmelade und Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren. Pudding durch ein feines Sieb streichen und zur Mascarponemasse geben, kurz unterrühren. Die Masse in den Spritzsack füllen und auf die Cupcakes dressieren. Nach Belieben verzieren, mit ein paar Erdbeeren, einer Holunderblütendolde oder einem Topper aus Rollfondant.

Hier habe ich ein Stück bedrucktes Esspapier rund ausgeschnitten, darauf Erdbeerblüten und –blätter geklebt und dieses auf das Topping gesetzt.




Die Fotos sind von Bernd Tschakert und diese Muffins sind Bestandteil meines "Erdbeer Sweet Tables" in meinem Buch. Kuchenparty. Süße Feste feiern, erschienen im Kral Verlag, Gestaltung: Kathi Zenger

Dienstag, 26. Mai 2020

Mission: Steckbrief

Monsieur Koko ist nun schon die zweite halbe Woche in der Schule; die letzten Züge der 4. Klasse Volksschule. Ich frage mich gerade, wo die Zeit geblieben ist. Viel zu gut habe ich seinen ersten Schultag in Erinnerung und bald ist sein 1. Schultag am Gymnasium und s'Zwiebale kommt in die Volksschule. 
Er bringt jetzt schon viele Hefte und Bücher mit, die sie nicht mehr brauchen und da wir immer noch im Corona-Aufräum-und-Aussortier-Modus sind, blättere ich sie durch, bevor sie in die Erinnerungskiste wandern.
Die erste Schularbeit in Deutsch war eine Personenbeschreibung und Kokos Lehrerin hat ihnen wirklich viel Rüstzeug mitgegeben. Statt "ich bin sportlich" … "Ich trage gerne T-Shirts und Jeans und das unterstreicht meinen sportlichen Körperbau." … oder "Mein schlanker Körperbau zeigt wie sportlich ich bin"...
Eine der ersten Übungen war es, die Mama oder den Papa zu beschreiben. Koko wählte mich und so saß ich also habacht, um seinen Fragebogen zu beantworten. Aus diesem Steckbrief wurde dann eine Personenbeschreibung.

Also, ich sag's euch, bei Monsieur Koko werden reihenweise Herzen schmelzen. 

Nachdem er mich lange betrachtet hatte, schrieb er: "Ihr freundliches Lächeln, ihre weiche Haut und ihr rundlicher Körperbau machen sie zur besten Kuschelmama."

Ganz, ganz ehrlich? Ein schöneres Kompliment habe ich noch nie bekommen. Einfach wundervoll, mein Koko.



Diese Erdbeerküchlein sind auch wundervoll, ursprünglich von Zucker, Zimt und Liebe als Blechkuchen gebacken, habe ich sie in einer Mini-Kastenformen (ich habe diese hier verwendet) gebacken und letzte Woche gleich 2 Mal nachproduziert, so gut haben sie uns geschmeckt.
Und es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man einen Kuchen nur für sich hat. ;-)

Hier meine Variante:

Erdbeer-Buttermilch-Küchlein

Zutaten für 8 Mini Kuchen 

200 g Mehl
1 TL Backpulver
eine Prise Salz
150 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl)
200 g Zucker und etwas zum Bestreuen des Teiges
175 g Butter, zimmerwarm
150 ml Buttermilch
3 Eier
8 große Erdbeeren
    optional: 125 g Erdbeeren, kleingeschnitten
2 EL gehackte Pistazien

glutenfreie Version: Coronabedingter Einkaufskrise sind mir meine reinen Mehle ausgegangen und ich habe für diesen Kuchen eine fertige Mehlmischung von Spar verwendet. Im Normfall hätte ich
80 g Hirsemehl, 80 g Reismehl, 40 g Kartoffelstärke und 1 TL Johannisbrotkernmehl verwendet.

optionale Erdbeeren: Wir sind eine Familie, die Teig gerne mag. Natürlich aus der Teigschüsseln beim Zubereiten genascht, aber auch im Kuchen braucht es bei uns nicht viel Obst, damit wir glücklich sind. Wer es gerne fruchtiger hat, mischt bitte die kleingeschnittenen Früchte unter den Teig.



Backrohr auf 180 Grad vorheizen, Formen vorbereiten (fetten und mehlen)
Mehl, Backpulver, Salz, Mandeln und Zucker in einer großen Rührschüssel mischen.
Butter, Buttermilch und Eier dazugeben.
Alles mit dem Mixer zu einem glatten Teig rühren.
Optional die Früchte unterheben.
Teig gleichmäßig in die Formen (bis eine Fingerbreit unter den Rand) füllen
Die 8 Erdbeeren halbieren und jeweils 2 Stück mit der Schnittfläche nach oben in das Küchlein drücken. (nur ganz sanft; sie sollen gut sichtbar sein)
Mit Pistazien und etwas Zucker bestreuen und für ca. 25 Minuten (Stäbchenprobe) backen.

Auskühlen lassen, aus der Form holen und am besten ganz frisch genießen.






Freitag, 8. Mai 2020

Jetzt aber wirklich....


Der Muttertag steht nun wirklich vor der Tür und bei uns hat doch glatt noch ein bisschen geheimnisvolles Treiben eingesetzt. Via Schoolfox bzw. der Schulpost (an bestimmten Tagen bekommen wir via Vorraum zur Garderobe der Volksschule die korrigierten Arbeiten oder neue Arbeitsblätter) sind Bastelarbeiten eingetroffen und während ich heute laufen war, muss irgendetwas aus Schokolade entstanden sein. :-)

Wem Kekse oder Torte zu aufwändig sind, schafft vielleicht dieses kleine Tiramisu? Ich lass mal ganz zufällig Seite 92 meines Buches aufgeschlagen. Die Zutaten kann man ja morgen noch besorgen... :-)

Foto: Bernd Tschakert


Erdbeer-Tiramisu: Tiramisu war die erste Nachspeise, die ich selbst zubereitet habe. Die Biskotten hatte ich grasgrün eingefärbt und die Mascarponemischung pink. Und niemand aß von dem herrlichen Dessert. Damals fand ich es lustig, mit Lebensmittelfarben zu experimentieren. Jetzt liebe ich es natürlicher und diese süßen kleinen Gläser waren sehr rasch ausgelöffelt.



Zutaten für 8 kleine Portionen (wirklich kleine Gläser)




100 g Butter, zimmerwarm

100 g Zucker, extrafeiner Kristallzucker

2 Eier (Größe M)

100 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz



Viereckiger Backrahmen



Glutenfreie Version: 40 g Hirsemehl, 40 g Reismehl, 20 g Kartoffelstärke,  1/2 TL Johannisbrotkernmehl



Backrohr auf 175 Grad vorheizen. 
Den Backrahmen auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen und zur Größe ca. 15 x 15 cm ausziehen. Die Seiten fetten und mit Mehl bestäuben.

Butter, Zucker und Salz in eine Rührschüssel geben und kräftig mixen bis eine luftige, helle Creme entsteht.

Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel vermischen.

Ein Ei nach dem anderem unter die Butter-Zuckermischung schlagen. Wenn die Masse gerinnt, 2-3 EL Mehl untermischen, bis sie wieder homogen ist. Sind alle Eier gut eingearbeitet, das Mehl hinzufügen und gerade so lange rühren, bis sich die Masse zusammengefügt hat.

20 Minuten backen und vollständig auskühlen lassen.

50 g Staubzucker

2 Eigelbe (M)

1 Eiweiß (M)

250 g Mascarpone

8 -10 sehr große Erdbeeren



8 kleine Gläser



Eigelbe, Staubzucker, Mascarpone cremig rühren. 
Eiweiß steif schlagen und unter die Mascarponemischung heben. 
Ausgekühlten Teig in so kleine Kreise ausstechen, dass diese in das Glas passen. 
Einen Kuchenkreis als Boden in das Glas geben.
Erdbeeren sehr dünn aufschneiden und am Glasrand platzieren. 
Mit etwas Mascarponecreme füllen, darauf Kuchenstückchen platzieren, eine Erdbeerescheibe darauf geben und mit Mascarponecreme auffüllen. (Dieser Vorgang kann natürlich wiederholt werden)

Bis zur Verwendung kühl lagern.


Foto: Bernd Tschakert



Tipp: statt des Kuchens kann man natürlich auch Biskotten (bei Bedarf glutenfreie) verwenden.
Die hübschen kleinen Erdbeeren auf den Holzlöffeln sind gestempelt und von Casa di Falcone.

Montag, 4. Mai 2020

Muttertag

Die akribischen Vorbereitungen lassen heuer zu wünschen übrig (im Gegensatz zu letztem Jahr). Kein geheimnisvolles Flüstern und aufgeregtes Geschenke-heimtragen vom Kindergarten, kein Geheimnisse nicht verraten und doch ein bisschen, kein Planen, Prahlen, nichts...
Ich kenne ein paar Mamas (mich eingeschlossen), die sich nach 7 Wochen rund um die Uhr Kinder Zuhause einfach nur einen Tag kinderfrei wünschen. Zum Muttertag. Genau! Und so sehr man seine Kinder auch liebt, das darf man sich wünschen! Und auch genießen! Egal wann, kommenden Sonntag wohl eher nicht, aber irgendwann ...

Eine Freundin von mir hat mit ihrem Sohn schon brav seine Karte zum Muttertag gebastelt und sie hat mir versprochen, sein Muttertagsgedicht mir in der Früh aufzusagen. Denn meine drei Herren ignorieren jeden Wink mit dem Zaunpfahl. Okay, Monsieur Koko studiert am Klavier mein Lieblingslied ein und das will etwas heißen! Eigentlich ist das 10 Karten und Gedichte wert!

Dafür backe ich dann gerne auch den Kuchen und erinnere mich noch lieber an letztes Jahr. Ein paar Wochen vorm Muttertag habe ich mein letztes Kapitel für mein Backbuch fertiggestellt. Es gab Unmengen an Kuchen, Cremes, Keksen und Co. Ich habe meine Freundinnen angerufen und ganz spontan kam ein Resteessen der besonderen Art zustande. Wir genossen Kaffee und später Prosecco, ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und die Kinder drehten fröhlich ihre Runden im Garten. Das vermisse ich gerade sehr. 


Dieser "Sweet Table" ist aus meinem Buch Kuchenparty. Süße Feste feiern, erschienen im Kral Verlag. Und übrigens ein ideales Muttertagsgeschenk. ;-) 
Die Fotos sind von Bernd Tschakert und die wundervolle Gestaltung von Kathi Zenger. Und habe ich schon erwähnt, dass es zum besten Backbuch Österreichs gekürt wurde? Ja, natürlich, aber am Muttertag beschenke ich mich selber und blicke voller Stolz auf das, was ich mit, trotz, dank meiner 3 Buben geschafft habe.



Wer noch eine Inspiration für seine Muttertagstorte braucht: Ich empfehle diese Erdbeer-Lemoncurd-Torte. Eine meiner Lieblingstorten. Und keine Sorge, auch ohne aufwändige Verzierung aus Rollfondant ist sie ein Genuss!



Erdbeer-Lemoncurd-Torte

Zutaten für 1 Torte mit Durchmesser von 15 cm
220 g Mehl
1 ½ TL Backpulver
50 g blanchierte, gemahlene Mandeln
190 g Butter, Raumtemperatur
160 g Zucker
3 Eier (M)
4 EL Milch

Glutenfreie Version: 90 g Reismehl, 90 g Hirsemehl, 40 g Kartoffelstärke, 1 TL Johannisbrotkernmehl

2 Backformen mit Durchmesser von 15 cm

Backrohr auf 180 Grad vorheizen und Backformen vorbereiten.
Butter mit Zucker in einer großen Rührschüssel cremig mixen. Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Mandeln mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Kuchenmasse mixen.
Teig auf beide Formen aufteilen und 25-30 Minuten backen.

Diese Masse reicht für eine Torte. Wenn man eine so hohe Torte wie auf den Fotos will, benötigt man die doppelte Masse.

Für die Creme
140 g Lemoncurd 
170 g Mascarpone
15 g Staubzucker
125 ml Schlagobers, kühlschrankkalt

Staubzucker sieben und mit Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz cremig mixen. Schlagobers steif schlagen und unter die Mascarponemasse heben. 140 g Lemoncurd unterrühren.



Fertigstellung der Torte (berechnet für eine Torte mit Durchmesser von 15 cm und einer Höhe von etwa 15 cm)
2 fache Tortenmenge
Füllcreme
125 g Erdbeeren, klein geschnitten
Buttercreme aus 250 g Butter und 250 g Staubzucker
800 g Rollfondant in Rosa
Dekoration: hier Blüten- und Blattmould, Rollfondant in Weiß, Hellgelb, Grasgrün

Tortenböden begradigen und horizontal halbieren. Einen Tortenboden auf ein Cakeboard setzen. Mit Füllcreme bestreichen und einige Erdbeeren darauf streuen. Dabei 1,5 cm des Randes freilassen. Den zweiten Tortenboden daraufsetzen und wiederum füllen. So fortfahren, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Den letzten Boden mit der Backseite nach oben auf die Torte setzen. Torte mit Buttercreme einstreichen und mit Rollfondant überziehen. Nach Wunsch dekorieren.

Man kan diese Torte aber auch sehr gut als "naked cake" servieren und verzichtet auf Buttercreme und Rollfondant!



Für den Lemoncurd:

50 g Butter

100 ml frisch gepresster Zitronensaft (ca 4 Zitronen)

170 g Zucker

2 Eier



Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Wenn sie vollständig geschmolzen ist, Zitronensaft und Zucker hinzufügen und verrühren. Ei verquirlen und durch ein Sieb in den Topf streichen. Mit einem Schneebesen verrühren und warten, bis der Lemon Curd eindickt; ähnlich wie ein Pudding. Dabei immer wieder einmal umrühren.

Die Mischung darf nicht zu heiß werden (nicht über 60 Grad), sonst beginnt das Eiweiß fest zu werden und man hat unschöne weiße Bröckchen im Curd. Sollte dies trotzdem passieren, die gestockten Eiweißstücke mit einer Gabel herausfischen oder den fertigen Curd durch ein Sieb streichen.

Den Lemon Curd in ein sauberes Gefäß füllen und im Kühlschrank lagern. Er lässt sich auch sehr gut einfrieren.



Samstag, 19. August 2017

Ferientage und Kindheitserinnerungen





Ich schwelge gerade im ziemlichen Ferienglück und Sommergenuss. Abgesehen von der Woche Urlaub, wo wir weg waren und die Kinder sich wie die Hottentotten aufführten, haben wir grad echt eine feine Zeit. Tage im Schwimmbad mit Freunden, Spaziergänge, Nachtwanderungen, mittags einen Espresso (ich) und ziemlich oft ein Eis (die Buben), schnelle easy peasy Küche, das Haus voller Kinder, Wassermelone, Grillerei, Zeit bei den Großeltern und Verwandten ... genau so sollen Sommerferien sein! Und für meine deutschen Leserinnen: wir haben 9 (NEUN!!!!) Wochen Sommerferien.
Genau so waren meine Sommerferien als Kind auch. Ein bisschen später, so im späten Teenageralter wurde ich dann flügge und verbrachte die Ferien mit Reisen, zuerst zu Verwandten nach Paris und Neapel, quasi als Einstieg und dann ganz allein mit Conny nach London (2 Wochen lang, der pure Luxus) und mit Tanja Interrail nach Paris, London, Newcastle, Normandie und im Jahr drauf mit Conny nach Italien und Griechenland, mit Stefan mit dem Motorrad nach Florenz und Pisa. 

Und bevor wir die weite Welt erkundeten, war Zelten, ganz allein hoch angesagt! ;-) Der Schrebergarten meiner Eltern bot die perfekten Bedingungen: 1 km von der elterlichen Wohnung entfernt, aber doch mit Infrastruktur (Kloanlage, ein mini-Gartenhäuschen) und die Nachbarsburschen, die uns beim Zeltaufbau halfen und dann auch noch gemeinsam mit uns grillten. was sehnten wir den Zeitpunkt herbei bis wir endlich allein waren und es uns im Zelt gemütlich machen konnten. Da wurde noch Schokolade geknuspert und geplaudert und geträumt, in den buntesten Farben malten wir unser Leben in Metropolen wie New York oder Paris oder London aus (es wurde dann - immerhin eine City - Wels und eine kleinere City - Berndorf). Weit, weit nach Mitternacht schliefen wir ein, ...
... um kurz darauf wieder aufzuwachen. Es regnete. Es schüttete. Unser Zelt war undicht. Triptropf nass machten wir uns irgendwann barfuß (die damals so angesagten Jogging High - alle Kinder der 70er und 80er erinnern sich - waren klitschnass) auf der Straße auf den Heimweg. Ernüchternd.

Im nächsten Jahr wählten wir den Garten von Tanja. Praktischerweise lag die Grünfläche direkt vor dem Wohnblock von Tanja. Wieder knusperten wir Schokolade, Kekse und planten Reisen, plaudeten und lachten. Weit, weit nach Mitternacht schliefen wir ein, ...
... um kurz darauf von Tanjas älterem Bruder mit einem lauten TAGWACHE geweckt zu werden. Der war gerade beim Bundesheer und fand das ziemlich witzig. Wir weniger und somit war mal unsere Zeltkarriere fürs erste beendet. Im nächsten Jahr durften wir nämlich auf Interrail fahren und ich denke, wir hatten das Zelt zwar mit, aber nie gebraucht. Ich weiß noch, dass mein Rucksack 27 Kilo wog und ja, ich war noch mobil. Also vom Bahnhof zur Jugendherberge schaffte ich es. Auch bei den Pfadis (Pfadfindern) wurden wir der Zeltpartie untreu und WiWö Führer und somit Hausschläfer. 
Aber mit Conny wagte ich es wieder - Interrail nach Italien und Griechenland und in Griechenland zelteten wir am Campingplatz. War das wunderschön!

Meinen ersten richtigen Kuss habe ich beim Zelten am Berg bekommen. Das Zelten und ich ... sind also mit ganz vielen wundervollen Erinnerungen verbunden und heuer war es endlich soweit. Monsieur Koko und ich schlugen unser Zelt im Garten auf. Hui, hui, war das aufregend. Wobei mein liebster Ehemann ganz schön aufgeregt ware, uns mit Stirnlampe und guten Tipps ausstattete und der Koko immer nervöser wurde. Aber dann packte ich was zum Knuspern aus, wir kuschelten uns in die Schlafsäcke und plauderten und planten und der Koko war ziemlich bald im Reich der Träume und ich war munter. Ui, ui, so unbequem hatte ich es gar nicht in Erinnerung. Es war steinhart, meine super duper Isomatte irgendwie zu dünn, dabei hatte ich bei den Pfadis doch sogar noch eine dünnere... Na gut, also von rechts nach links gedreht. Ui, ui, am Rücken ging gar nicht. Es ist zu heiß, also Schlafsack auf, es ist zu stickig, also Zelt auf, es wird kühl, ich finde den Reißverschluss vom Schlafsack nicht, der Koko klebt an mir (wir stehen leicht abschüssig), das Zelt ist definitiv zu klein, auf jeden Fall zu kurz, ausstrecken geht nicht, ich finde meinen Kopfpolster nicht mehr - was für ein Luxus! Den gab es früher nicht! Ich finde die Straßenbeleuchtung extrem hell, ich sollte aufs Klo, mag mich aber nicht rausschälen, ich schlafe ein, wache auf, schlafe ein, wache auf.

ABER: der Herr Koko schlummert selig neben mir, kuschelt sich glücklich an micht, lächelt im Halbschlaf und ist am Morgen so, so stolz, dass er sich getraut hat, draußen zu schlafen. Und ich bin gerädert, mir tut jeder Knochen weh, ich bin hundemüde und so, so glücklich. Was für ein schönes Erlebnis, das ich mit dem Koko teilen durfte.

Und was gibt es Schöneres, als so ein Erlebnis mit etwas Süßem zu beschließen? Eine rustikale, unkomplizierte Galette. Wenn man es etwas besser planen würde, könnte man sie sogar ofenwarm vorm Zelt genießen, oder dann halt am Nachmittag. ;-)


Ich habe mir im Urlaub ein Kochbuch gekauft und es gelesen wie ein richtiges Buch. Es ist fantastisch und die Rezepte allein vom Lesen her ein Genuss. (Deb Perelman: Eine kleine Küche in New York. berlin Verlag)
Galette wollte ich schon immer mal machen und habe zwei Rezepte von Deb Perelman kombiniert und natürlich in glutenfrei umgewandelt, damit auch der süße Knopf mit naschen konnte.

Rezept für eine große Beerengalette

für den Teig:
315 g Mehl ( und für die glutenfreie Variante: 100 g Hirsemehl, 200 g Buchweizenmehl, 15 g Kartoffelstärke, 2 TL Flohsamenschalen)
1/2 TL Salz
225 g Butter
120 g griechisches Joghurt (10 % Fett)
80 ml Eiswasser
(im Originalrezept war ein TL Weißweinessig drinnen, den habe ich vergessen, aber es hat auch gut funktioniert)

für die Füllung:
250 g Heidelbeeren
500 g Ribisel
(ergab bei mir 700 g geputzte Früchte)
120 g Zucker
40 g Maisstärke




Mehl (bzw. Mehle) und Salz in einer Schüssel vermischen.
Butter (sehr kalt)  in Stückchen dazugeben
zu einem krümeligen Teig vermischen (Teigmischer, Handmixer, Hände)
Joghurt, Eiswasser (und Essig, wenn man ihn nicht vergisst) dazugeben
kneten bis ein Teig (keine Krümel mehr) entstanden ist
Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen, auch über Nacht ist möglich und dann könnte man fast gleich nach dem Aufstehen den Kuchen genießen. 
Wenn man so wie ich knapp dran ist, tun es auch 30 min im Gefrierfach)

Alle Zutaten der Füllung vermischen.

Backrohr auf 200 Grad vorheizen.
Teig nach Rastzeit auf einer bemehlten zu einem großen Kreis (Durchmesser ca 40 cm) ausrollen.
Diesen Kreis auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen
Die Früchte auf der Galette verteilen, dabei einen Rand von ca 5 cm frei lassen
Diesen Rand übereinander klappen und falten, so dass diese typische Form der Galette entsteht. Keine Sorge, das muss nicht perfekt aussehen!
Ca 30 - 40 min backe  und dann ganz wichtig, etwa 10 min auskühlen lassen.
Mit Staubzucker bestreuen und servieren. Schmeckt lauwarm wundervoll!


Wie es andere schaffen, die Galette auf einer Servierteller zu bringen, bleibt mir ein Rätsel. Ich habe sie am Blech in Stücke geschnitten und dann auf Tellern serviert. Und wie es andere Blogger schaffen, da noch tolle Fotos zu schießen, bleibt mir auch ein Rätsel. Ich hatte nach 3 Bildern schon die Finger vom kleinen Zwiebale drauf. Länger hätte ich das gute Stück nicht mehr zurückhalten können. ;-)


Tipp: Diese Galette kann auch mit anderen Früchten gebacken werden. Marillen stelle ich mir auch toll vor. Dabei müsst ihr vielleicht ein bisschen mit der Zuckermenge in der Füllung variieren. Ribisel sind ja eher sauer und vertragen diese Menge und der Kuchen ist trotzdem nicht zu süß) Man kann diese Galette auch pikant füllen - z.B. mit Kürbis und Speck oder...

Tanja und Conny und Robert, das ist für Euch in Erinnerung an unsere Zeltnächte. ;-)




Mittwoch, 13. Mai 2015

Jackson Pollock der Küche

Ich finde es sehr interessant, was sich ein Gehirn so merkt. Meines merkt sich zum Beispiel Rezepte und Bilder gut (siehe hier) Geografie dagegen gar nicht. Kokos Hirn speichert ab, von wem welche Geschenke gekommen sind und er kann von seinen 100 Matchboxautos ganz genau sagen, von wem er die bekommen hat. Knopfs Hirn speichert unglaublich gut Gebärden und wichtige lernt er im Handumdrehen. Seit dem er die Gebärde Kuchen kennt, probiert er es mehrmals täglich. Interessanterweise speichert sein Gehirn allerdings nicht, dass es nicht zum Frühstück Kuchen gibt. Aber gut, denkt er sich vermutlich, ein Versuch ist es immer wert. ;-) Zwiebales Gehirn speichert wohl alle möglichen Sachen ab, eine Präferenz lässt sich noch nicht erkennen, außer vielleicht Mama = Nahrung.

Ganz spannend wird es, wenn wir Erwachsenen uns an die Schulzeit erinnern. Ich war ziemlich gut in Mathe, aber jetzt reicht mein Wissen & Können gerade mal für Kokos Zahleninteresse. 2+3, 4+2, ah ja, das flutsch ja richtig. Bei der Frage 7+5 würde ich schon gern zum Taschenrechner des Handys greifen, reiße mich aber dann doch zusammen. Aber ich kann mich erinnern, dass ich in Kunstgeschichte maturiert habe und mit Bleistift einen Sessel zeichnen musste (katastrophal blöde Aufgabe) und die 2 Wissensfragen Jackson Pollock und die venezianische Malerei von Tizian & Tintoretto betrafen.
Und da hatte ich ein dejà vue, als ich unseren Küchentisch sah. Monsieur Koko war mir nämlich beim Verzieren von unseren Erdbeer-Donuts behilflich.

Vermutlich wird der Herr die Stilrichtung Action Caking oder so begründen und vermutlich hätte ich sein Erstlingswerk nicht nur fotografieren sondern ausschneiden sollen. Aber mir war eine funktionstüchtige Arbeitsplatte ohne Loch doch wichtiger als das Bewahren einer neuen Kunstrichtung.

Unverziert schauen die kleinen Donuts übrigens so aus

und schmecken ganz herrlich fruchtig & leicht. Verziert sind sie DER Hit bei Kindern und Koko war mächtig stolz auf sein Werk.

Beim Backen haben mir übrigens beide großen Herren geholfen, denn wir haben ganz besonderen Besuch erwartet. Der süße Knopf geht ja seit September 2 Tage pro Woche in den Kindergarten und hat eine ganz ganz liebe Freundin gefunden. Eigentlich hat er ganz viele liebe Mädls und Burschen in seiner Gruppe, wobei eher die älteren Mädls seinen Fanclub bilden und ihn jeden Tag stürmisch begrüßen, wenn wir den Koko abholen. Der Knopf verteilt dann immer Luftbussis und ist ganz Charmeur. Aber sein Herz hat er Hanna geschenkt. Auch wenn wir Hanna außerhalb des Kindergartens sehen, dann wird der Knopf immer ganz aufgeregt, winkt und ruft und beide spazieren dann eine zeitlang händchenhaltend durch die Gegend. 

Letzhin kam Hanna mit ihrem älteren und jüngeren Bruder und ihrer Mama zu uns zum Spielen. Hui, da waren die Herren Koko & Knopf ganz schön aufgeregt. Hanna ist nämlich schon 6 Jahre alt und der Koko findet sie nämlich auch ganz toll. Noch toller war aber sicher der große Bruder, der vom Koko fest angehimmelt wurde. Und der jüngere Bruder fand mich ganz toll, denn seit diesem Besuch spricht er ständig von mir. Aber pssst,... ich bin mir sicher, er fand hauptsächlich die Donuts so toll.


Rezept Erdbeer-Donuts (Rezept aus der Sweet Dreams, 1-3/2015)

35 g gefriergetrocknete Erdbeeren (z. B. vom Spar) - ich hatte nur 1 Pkg zuhause und die reichte auch
150 g Mehl
170 g Zucker
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
150 ml Sonnenblumenöl
110 ml Buttermilch
1 Ei
Schokoglasur & Streusel fürs Verzieren

Backrohr auf 175 Grad vorheizen
Die Erdbeeren fein mahlen
Mit Mehl, Zucker, Backpulver und Salz gut mischen
Öl, Buttermilch & Ei verquirlen
Mehlmischung kurz untermischen
Minidonutform zur Hälfte mit Teig füllen (ich habe die Masse in einen Spritzsack gefüllt und dann in die Form gespritzt)
ca 9 min backen, etwas auskühlen lassen, aus der Form lösen und weitere Donuts backen

Und dann tritt Jackson Pollock in Aktion! Lasst es Euch schmecken!




Montag, 10. März 2014

Völlig verrückt im Februar ...

... und zwar Erdbeeren und Blaubeeren zu kaufen.


Gut, jetzt ist schon März, aber auch da ist es noch ziemlich verrückt. Aber ich bin schon seit Jänner im Supermarkt um die frischen Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren gestrichen. Und eines schönen Samstags im Februar hab ich dann zugeschlagen. Lag vielleicht auch der frühlingshaften Stimmung und dem Duft von Grillkohle, der Monsieur Koko, dem Knopf und mir um die Nase strich.

Gleich doppeltes Glück trugen wir nach Hause. Zwei Packungen waren nämlich günstiger. ;-) Und so schnabulierten wir glücklich Erdbeere um Erdbeere und Blaubeere um Blaubeere. Zum Glück blieben noch genug für den Kuchen übrig.


Und das ist unsere Version eines wunderbar einfachen, herrlich, saftigen Blaubeer-Erdbeer-Cakes.
(Originalrezept von Cynthia Barcomi aus dem Buch Let's bake)


Für eine Backform mit 26 cm Durchmesser

275 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Natron
3/4 TL Salz

150 g Zucker
125 g zimmerwarme Butter
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt

200 ml Buttermilch

200 g Beeren (wir hatten noch 150 Blaubeeren und 50 Erdbeeren)

für die Streusel
125 g kalte Butter, in Stücke geschnitten
50 g Mehl
100 g Zucker
1 1/2 TL Zimt
100 g geriebene Mandeln


Backrohr auf 175 Grad vorheizen
Backform fetten
Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermischen
Zucker mit Butter in einer großen Schüssel mixen bisa die Masse cremig ist
Ei und Vanilleextrakt untermischen
Buttermilch dazugeben und mixen
Die trockenen Zutaten mit einem Holzlöffel oder Teigschaber solange unterrühren bis gerade so ein Teig zusammenkommt.
Die Beeren mit wenigen Umdrehungen zügig in den Teig mischen.
Den Teig in die Form füllen.
Die Streuselzutaten in einer Rührschüssel mit den Fingerspitzen vermengen bis grobe Streusel entstehen.
Kuchenteig großzügig (es sind sehr viele Streusel, also keine Sorgen, einfach drauf los) mit Streuseln bestreuen
55 min backen; nach 30 Minuten die Farbe überprüfen und wenn sie dunkel erscheint, den Kuchen mit Küchenpapier bedecken.
Auskühlen lassen
und mit lieben Freunden genießen!



Dienstag, 6. August 2013

Was machen wir mit der heurigen Erdbeerernte? Eis!

Zumindest wenn man nur 220 Gramm Erdbeeren erntet. 3 landeten in Monsieur Kokos Bauch, 3 im Bauch vom Knopf und eine in meinem. Mein Liebster verzichtete großzügig. Was vielleicht daran liegt, dass er sie nicht gesehen hat.
Ich finde die Geschichte aus seiner Kindheit immer noch so entzückend, wie er mit seinem älteren Bruder und der Mama im Erdbeerland war und ganz aufgeregt zwischen den Reihen hin und her sprang und aufgeregt rief: "Da ist wieder eine!" Und drei Reihen später: "Und da noch eine!" Somit ist rotes Obst in unserem Garten sicher vor ihm.
 Nicht sicher ist es vor meinem, wie nennen wir es, "nicht-grünen Daumen". Letztes Jahr war ja die Ernte reichlich. Und so praktisch ohne Gartenpflege. Das kommt davon, wenn man im Mai ein Haus mit Garten kauft, da kann man dann im Juni schon die Früchte genießen. Statt Fließen- und Tapetenauswahl, hätte ich heuer vielleicht auch mal im Garten vorbeischauen sollen. Also ernsthafter als "ach wie schön, alles grün". Zugegeben war das Wetter heuer nicht erdbeerfreundlich, aber die wunderhübsche, sehr schön grüne Schlingpflanze war vermutlich auch nicht erntebegünstigend. Dazugelernt, köstliches Eis gemacht, alles gut!

220 Gramm Erdbeeren (gerne mehr, wenn ihr habt)
110 ml Erdbeerpago

Erdbeeren pürrieren, mit dem Erdbeersaft vermischen, in Eisformen füllen, fertig, glücklich sein, Eis schlecken (im Falle Knopf Eis abbeißen) und den Sommer schmecken!

Montag, 22. Juli 2013

80 Kisten und (k)ein bißchen müde...

Wir übersiedeln. Aufs Land. Haus mit Garten. Und dann endlich eigene Beeren, Obst, Gemüse, viel Platz zum Toben, Laufen, Spielen. An die vielen Notwendigkeiten der Hausarbeit (mehr Platz = mehr Schmutz) oder die Gartenarbeit, die vermutlich nicht immer so idyllisch ist (siehe hier ) denk ich jetzt mal nicht.
80 Kisten (und das ist noch lang nicht alles) sind gepackt. Vorm Wochenende waren Koko und ich aber noch fleißig und haben ein hübsches kleines süßes Geschenk gemacht.
Hiimbeerpralinen!
So einfach und so herrlich! Außerdem ist es ein ganz tolles "Spiel" zur Förderung der Feinmotorik. Koko hatte grad zu tun, die Himbeeren sanft genug so zu halten, dass sie nicht zergatschten, aber trotzdem nicht aus der Hand purzelten. Und ich hatte ehrlich gesagt vgrad genug zu tun, nicht die Nerven zu verlieren. Also, wenn ihr diese Himbeerpralinen mit Kleinkindern machen wollt, dann nur an Tagen, wo ihr extrem gut drauf seid! ;-)
Rezept
Himbeeren
weiße Schokolade

Himbeeren im besten Fall frisch ernten (unsere sind heuer leider von Bauschutt so eingegrenzt, dass wir nicht dazukommen), waschen, trocknen lassen
Weiße Schokolade schmelzen.
Mit einem kleinen Löffel die geschmolzene Schokolade in die Himbeeren träufeln lassen
Fest werden lassen.
Dazu eignet sich übrigens so ein Schaumgummi hervorragend

Hübsch verpacken, verschenken oder sich selber etwas den Tag versüßen. Ihr müsst davor auch nicht 80 Kisten gepackt haben.

Freitag, 12. Juli 2013

eat more candy: Ribisel-Cupcakes



Yeah, welcome back, liebe Freundin! 3 Wochen USA sind eine ganz schön lange Zeit und das findet nicht nur Monsieur Koko. (siehe hier)
Auf dem kulinarischen Jahreskalender dürfen Ribisel (=Johannisbeeren) natürlich nicht fehlen. Und die Säure der Früchte (aus dem eigenen Garten!!) harmoniert himmlisch mit dem Baiserhäubchen.
Ruck-zuck fertig sind diese kleinen Schlemmereien auch noch, also ein perfekter Start ins Wochenende:

Rezept für 10 Cupcakes + etwas Teignschen für Koko & Knopf
125 g zimmerwarme Butter
125 g Zucker
1 Pkg Vanillezucker
2 Eier
175 g Mehl
1 TL Backpulver
4 EL MIlch
Ribisel (ich hab sie leider nicht abgewogen; geschätzt haben Koko und ich 1 große und 1 kleine handvoll geerntet)

2 frische Eiweiß
100 g Zucker

Backrohr auf 170 Grad vorheizen
Butter mit Zucker cremig rühren
Vanillezucker dazu
mixen
Eier dazu
mixen
Mehl mit Backpulver dazugeben
mixen
Milch dazu
mixen
Ribisel vorsichtig unterheben
in Förmchen füllen (bis fast zum Rand, sie gehen nicht sehr stark auf)
ca 25 min backen

auskühlen lassen, aus der Form geben

Baiser
2 Eiweiß halb steif schlagen
Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen
solange bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse stehenbleibende Spitzen bildet
Baiser in Spritzsack mit runder Tülle füllen
aufspritzen (bei Wunsch noch mit dem "Küchengasbrenner" leicht bräunen)
gleich genießen

himmlisch!