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Montag, 18. Oktober 2021

Endlich wieder Backzeit!

 Wobei, gebacken wurde im Hause Koko, Knopf und Zwiebale viel. Doch die Muse reichte nicht zum Fotografieren und Dokumentieren.

Nachdem die Herren jetzt alle wieder die Schule besuchen und ich nicht mehr Lehrerin von 3 Schulstufen bin, gibt es hier wieder Rezepte!

S`Zwiebale, inzwischen stolze 7 Jahre alt, hat fleißig mitgeholfen. Vom Gemüse im Kuchen war er zwar zuerst mäßig begeistert, aber die Dauer vom Machen bis zum Essen war anscheinend lang genug und er hat vergessen, dass da gehasstes Gemüse drinnen ist. ;-)

Das Rezept von den Muffins habe ich von Maras Wunderland und kann es wirklich empfehlen. Auch ohne Topping schmecken sie herrlich saftig und fluffig und bleiben sogar in der glutenfreien Version mehrere Tage herrlich.



Kürbis-Muffins mit Peanutbutterfrosting

Zutaten:
220 g Mehl bei mir in der glutenfreien Version: 110 g Vollkornhafermehl, 60 g Buchweizenmehl, 50 g Reismehl, 1 TL Johannisbrotkernmehl)
1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Zimt
140 ml Milch
125 g Zucker (bei der Version mit Hafermehl nur 100 Zucker; 50 g weißer und 50 g brauner)
2 Eier
75 ml Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
200 g Kürbispüree

Topping: hier habe ich ein eigenes Rezept verwendet und nicht das von Maras Wunderland)
Das Topping ist sehr, sehr üppig und ich persönlich würde jedem Muffin nur einen kleinen Gupf geben. So hoch dressiert war es nur fürs Foto.

120 g Erdnussbutter, cremig
60 g Staubzucker
38 g Butter, Zimmertemperatur
1/2 TL Vanilleextrakt
1/4 TL Salz
1 EL Schlagrahm (= Obers, =Sahne)




Den Kürbis weich kochen, entweder in ganz wenig Wasser oder im Backrohr oder wie ich in der Mikrowelle, pürieren, und auskühlen lassen.
Backrohr auf 175 Grad vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden.
Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zimt in einer Schüssel mischen.
Milch mit den Eier verquirlen.
Langsam das Öl einrühren.
Kürbispüree untermixen.
Trockene Zutaten (Mehl...) dazugeben und kurz vermischen.
Den Teig in die Förmchen gießen. Ca. 3/4 voll.
Im Backrohr ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!, denn jeder Ofen backt anders)
Muffins auskühlen lassen.

Für das Topping
Alle Zutaten  bis auf das Obers in einer Schüssel mit den Quirlen des Mixer vermischen.
Dann Obers zugeben und kurz mixen.
Das Topping in einen Dressiersack mit Sterntülle füllen und aufdressieren)

Wer das ganze noch üppiger machen möchte, träufelt etwas geschmolzene Zarrtbitterschokolade darüber.



PS: Den wunderschönen Kranz im Hintergrund hat Elisabeth Schmid, Berndorf (St. Veit) gemacht. 




Sonntag, 21. Juni 2020

Müde machen

Unser Jüngster, s'Zwiebale, ist untertags der größte Held, laut und draufgängerisch, mutig und unerschrocken, aber sobald es abends ins Bett geht, wird er zur Kuschelmaus, die mindestens 3 Kuscheltiere und den Papa. Gut, die Mama geht auch, aber lieber hat er den Papa, denn da hat er einen aufmerksamen Zuhörer, zumindest für kurze Zeit. 
Unsere Familie teilt sich beim Einschlafen nämlich in 2 Lager - Der süße Knopf und mein Mann legen sich ins Bett und beim "Gute Nacht" sind sie beim "t" schon eingeschlafen. Monsieur Koko, s'Zwiebale und ich brauchen länger zum Einschlafen, mitunter sehr lange, wobei s'Zwiebale oft eine Stunde braucht.

In der Früh teilt sich unsere Familie auch in 2 Lager - Team Langschläfer: ich; Team Frühaufsteher: alle anderen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Abends schaut es also so aus bei uns, dass der süße Knopf in seinem Bett schnarcht, der Koko in seinem Bett liest und s'Zwiebale nicht in seinem Bett liegt, sondern im "Mama-Papa-Bett" und sich laut beschwert: "Mach dich nicht müde. Ich will nicht, dass du dich müde machst!" "Wie mache ich mich denn müde?" ist die Frage des Papas. "Wenn du liest, machst du dich müde!"

Und es kommt nicht selten vor, dass s'Zwiebale nach einer Zeit wieder aus dem Schlafzimmer gestapft kommt und mich bittet, mich neben ihn zu legen, denn: "Der Papa schläft schon. Und wenn er schläft, kann er mich nicht mehr vor Monstern, Dieben und Dinosauriern beschützen!"
Papas können das aber auch im Schlaf!

Weil s'Zwiebale seinen Papa so ganz besonders lieb hat, hat er ihm zum Vatertag Muffins gebacken; ganz allein aus dem Backbuch ausgewählt und den Großteil der Arbeit auch erledigt!

Ziemlich stolz präsentiert s'Zwiebale seine Matilda-Muffins!


Das Rezept stammt aus dem Buch: Der kleine Drache Kokosnuss. Rezepte aus der Drachenbäckerei"
Wir haben es ein bisschen adaptiert.

Zutaten:
2 Eier
150 g Zucker
1/4 l Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
80 g Sauerrahm
200 g Mehl
1 Pkg Backpulver
50 g geröstete, geriebene Haselnüsse
Zuckeraugen 
Mandelsplitter
75 g Doppelrahmfrischkäse
40 ml Schlagrahm (=Sahne = Obers)
100 g Staubzucker

glutenfrei: Da s'Zwiebale am Backen war, haben wir eine fertige glutenfreie Mehlmischung verwendet; jene von Spar free from.


Backrohr auf 150 Grad Umluft vorheizen.
Papierformen ins Muffinblech geben.
Eier, Zucker, Öl und Sauerrahm mit dem Mixer verrühren.
Mehl, Backpulver und Nüsse mischen und zum Teig geben.
Teig in die Muffinförmchen verteilen.
20 - 25 Minuten backen.
Auskühlen lassen.

Frischkäse, Schlagrahm und Zucker in einer hohen Schüssel mit dem Mixer verrühren, bis die Masse steif ist.
In einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.
Zacken auf den Muffin aufspritzen und Mandelsplitter hineinstecken.
Zuckeraugen mit Hilfe der Creme am Muffin befestigen und fertig ist das Stachelschwein Matilda!


PS: Matilda ist die beste Freundin vom Drachen Kokosnuss und zusammen mit dem Fressdrachen Oskar und dem Feuerdrachen Kokosnuss ein echt cooles Team. Wir lieben diese Abenteuer!




Samstag, 30. Mai 2020

Lieb & Cool

Der süße Knopf ist unser Leseweltmeister, flotter Schulaufgaben-Erlediger, unser Rechenkönig, unser Kuschelmeister und Sonnenschein. Das und noch viel mehr ist er. Nur großartiger Plauderer ist er noch nicht. Seine Kommunikation beschränkt sich auf effiziente 2 Wortsätze, wie "Komm her", "komm mit"; "lauter"; "großen Hunger"; "danke", "warte mich".... Und ein paar Phrasen wie "danke, gut war's".
Heute in der Früh hat er sich noch einmal zu mir ins Bett gekuschelt, mich ganz tief angeschaut und gesagt "Mama lieb" (übersetzt: Mama ich habe dich lieb). Ui, ui, mein Herz ging fast über vor Glück. Und nach einer Weile sagte er: "Mama, du bist cool!"

Das ist ein Satz! Ein ganzer! Korrekter! Und vollständig!!!!! Und so wahr! ;-) (ha, ha) Ich war so baff und stolz und glücklich. Danke Knopf für diesen schönen Start ins Wochenende.


(PS: Für alle neuen LeserInnen: Der süße Knopf ist 8, hat das Down Syndrom und solche Erfolge sind einfach noch ein Stückchen intensiver als bei anderen Kindern.


Bei uns gibt es nicht nur süße Worte sondern zum Pfingstwochenende auch diese süßen Erdbeer-Holunder-Cupcakes.




Erdbeer-Holunder-Cupcakes
Zutaten für 6 Muffins (mittlere Größe, ca. 90 ml Fassungsvermögen)


116 g Butter, Raumtemperatur

80 g Zucker

1 EL Holunderblütensirup

2 Eier (M)

100 g Mehl

50 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl; sonst einfach gemahlene mit Haut verwenden)

½ TL Backpulver



Glutenfreie Version: 40 g Hirsemehl, 40 g Reismehl, 20 g Kartoffelstärke, ½ TL Johannisbrotkernmehl





Backrohr auf 160 Grad vorheizen und Backformen vorbereiten.

Butter mit Zucker und Sirup in einer großen Rührschüssel schaumig schlagen.
Eier einzeln unter die Masse schlagen.
Mehl, Mandeln und Backpulver vermischen und in die Rührschüssel geben und solange mixen bis ein homogener Teig entstanden ist.

Förmchen bis ca. 1 cm unter den Rand füllen und 20 Minuten backen. 
Auskühlen lassen.



Topping

Erdbeerpudding (am Vortag zubereitet)

20 g Erdbeermarmelade

200 g Mascarpone, Raumtemperatur



Für den Erdbeerpudding

60 g Erdbeersirup 

10 g Zucker

35 g Obers

10 g Maisstärke





Erdbeersirup und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. 
Obers mit Stärke klümpchenfrei verrühren. Eventuell durch ein feines Sieb streichen. 
Sobald die Sirup-Zucker-Mischung anfängt zu kochen, die Stärkemischung dazugeben und nun rühren bis der Pudding eindickt. 
In eine Schüssel gießen, eine Frischhaltefolie direkt auf den Pudding geben und im Kühlschrank bis zur Verwendung am nächsten Tag lagern.



Erdbeermarmelade und Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren. Pudding durch ein feines Sieb streichen und zur Mascarponemasse geben, kurz unterrühren. Die Masse in den Spritzsack füllen und auf die Cupcakes dressieren. Nach Belieben verzieren, mit ein paar Erdbeeren, einer Holunderblütendolde oder einem Topper aus Rollfondant.

Hier habe ich ein Stück bedrucktes Esspapier rund ausgeschnitten, darauf Erdbeerblüten und –blätter geklebt und dieses auf das Topping gesetzt.




Die Fotos sind von Bernd Tschakert und diese Muffins sind Bestandteil meines "Erdbeer Sweet Tables" in meinem Buch. Kuchenparty. Süße Feste feiern, erschienen im Kral Verlag, Gestaltung: Kathi Zenger

Sonntag, 17. September 2017

Herbstharmonie

Hüstl, es gibt so Tage, die sind vom Wetter her perfekt für ein gutes Buch - gerne auch zum 100. Mal Superwurm vorlesen - eine Tasse Tee und Kuchen. Es regnet draußen, ist kühl, herbstelt so richtig - genau meins!
Und dann ist so ein gemütlich-feiner Tag einfach nur anstrengend, weil die Herren Koko, Knopf und Zwiebale bei der gemütlichen Stimmung nicht mitmachen und speziell Herr Knopf und s'Zwiebale nur in Streitlaune sind und herum sumsen.
Aber Kuchen gab es trotzdem und was für einen!!



Ich weiß wirklich nicht, wie andere Blogger es schaffen, wundervolle Fotos von ihren Backwerken zu machen. Vermutlich wartet da nicht eine hungrige Meute von Kindern. Ich konnte einen Muffin retten ... und das auch nur, weil ich ihn in diesen "Eisenpanzer" steckte. ;-) (siehe Foto oben)

Da drin versteckt sich ein wundervoller Apfel-Zimt-Muffin.


Rezept abgewandelt nach smittenkitchen.com
für ca 11 kleine Muffins

60 g Vollkornmehl
65 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
Prise Salz
1/2 TL Zimt
55 g zimmerwarme Butter
50 g Zucker (weiß)
20 + 20 g brauner Zucker
1 kleines Ei
100 ml Buttermilch
1 großer Apfel

Für die glutenfreie Variante: 60 g Buchweizenmehl, 30 g Maismehl, 30 g Reismehl, 10 g gemahlene Flohsamenschalen, 1/2 TL Johannisbrotkernmehl

Backrohr auf 200 Grad vorheizen
Mehle mit Backpulver, Natron, Zimt, Salz mischen und beiseite stellen
Butter mit Zucker (weiß und 20 g braun) schaumig rühren
Ei dazu mixen, bis sich alles gut verbunden hat
Buttermilch kurz einrühren
Apfel in kleine Stücke schneiden
Mehlmischung und die Apfelstückchen zum restlichen Teig geben
kurz mixen und auf die Förmchen aufteilen
die restlichen 20 g braunen Zucker auf die Muffins verteilen
ca 20 min backen (Stäbchenprobe!!!)
auskühlen lassen (wobei lauwarm schmecken sie auch gut - siehe hungrige Meute, die wartet)





Der braune Zucker obendrauf ist so herrlich knusprig, leicht karamellig und das Haus duftete herrlich nach Zimt und Apfel; ziemlich perfekt. Und Koko und s'Zwiebale waren auch kurz besänftigt und ruhig. :-)

Donnerstag, 7. April 2016

Backblues?! Ich habe Kuchen!


Es ist gerade ein paar Wochen her, da überfiel mich der totale Backblues. Keine Lust mehr, keine Freude,... und schuld daran war das Mehl. Also genauer gesagt, das "Nicht-Mehl". Der süße Knopf hat nämlich Zöliakie. (Als würde ein Extra nicht reichen). Kein Weizen-, Dinkel-, Roggenmehl, kein CousCous, Bulgur (vermutlich hält sich der Schmerz beim Betroffenen da in Grenzen), keine Grießnockerln, keine herkömmlichen Nudeln,...

Als er am 1. Umstellungstag nach Hause kam, sah er die Reste vom Laugenstangl vom Zwiebale und wollte die natürlich. (blöder Fehler meinersits, nicht alles wegzuräumen) Als ich ihm erklärte, dass er das Brot nicht essen darf, weil er davon Bauchweh bekommt, weinte der süße Knopf bitterlich. Und ich musste gleich mitweinen. Ich hatte den Vormittag nämlich zugebracht, glutenfreie Laugenstangerln zu backen und die waren so ungenießbar...
Der süße Knopf hat die natürlich verweigert. Die erste Torte,... eine Katastrophe! Unseren Freunden, die sie mit Begeisterung aßen gehört immer noch die Tapferkeitsmedaille verliehen oder besser noch der Oscar für ihre schauspielerische Leistung. Der Knopf hat auch diese Torte verschmäht. Der Koko hat sie geliebt! Lag wohl daran, dass ich, um das nach Styropor schmeckende Etwas ein bisschen zu kaschieren, reichlichst üppige Creme drum herum strich.

Inzwischen landeten einige Backversuche in der Tonne, ABER, ich bin besser geworden. ;-) Bzw. hat mich der Ehrgeiz gepackt, anständige glutenfreie Backwaren herzustellen. Und das ist echt eine Challenge! Inzwischen habe ich schon einige gute Rezepte nachgebacken und sogar erfolgreich bewährte glutenhaltige in glutenfreie umgewandelt. Yeah!!
Um es mit den abgewandelten Worten meines süßen Knopfs zu sagen: "Ich habe Kuchen!" (Knopfs erster Satz war nämlich vor einigen Tagen: Tonton, ich habe Ball!)

Hier kommt das Rezept für geniale Mohn-Cupcakes, das ich für Gugls umgewandelt habe. (Renate Gruber von Cupcakes Wien vielen Dank für die Rezeptidee)


Mohn Gugls (für ziemlich viele Gugls, ich habe vergessen zu zählen, aber ich habe meine Guglsilikonform 3x und etwas gefüllt).

100 ml Milch
70 g Mohn
100 g Ei (2 Stück, Größe M)
110 g Zucker
70 g Apfelmus
30 g Reismehl
30 g Maizena
10 g Backpulver
40 ml Öl
80 g Joghurt

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Milch in einem Kochtopf erhitzen
Mohn hineinrühren
Topf vom Herd nehmen
Mischung 5 min quellen lassen
Reismehl mit Maizena und Backpulver vermischen
In einer Schüssel Eier mit Zucker hellcremig rühren (das dauert ca 2-3 min)
Mohnmischung unterrühren
Öl dazu
Joghurt dazu und mixen
Mehlmischung dazu und mixen
Teig (keine Sorge, er gehört so flüssig) in die Guglform bis knapp unter den Rand füllen
ca 12-15 min backen
auskühlen lassen und dann aus der Form lösen


Das tolle daran ist, dass sie auch am nächsten Tag noch total saftig sind und das ist eine echte Besonderheit bei glutenfreien Backwaren!


Das süße Töpfchen wurde mir übrigens wieder von Via Nova, kulinarische Geschenke als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Vielen DANK!!!

Die Masse eignet sich übrigens auch hervorragend, um Cupcakes herzustellen (dafür war sie ja auch ursprünglich gedacht)
Bei den Minicupcakes gebt ihr bitte Papierförmchen in euer Muffinblech. Da bleibt die Backdauer wie bei den Gugls.
Bei normal großen Muffins erhöht sie sich auf 20-25 min (bitte Stäbchenprobe machen)
Perfekt dazu passt ein Vanille-Frosting!


Für das Vanillefrosting kocht ihr am Vortag einen sehr dicken, festen Vanillepudding.
Am nächsten Tag nehmt ihr 180 g Vanillepudding und mixt ihn für ein paar Sekunden auf. Dann 250 g Mascarpone dazu und nochmals mixen. Je nach Süßigkeitsbedarf darf gerne auch noch etwas Staubzucker dazu. Das Topping ist nun perfekt zum Aufspritzen.
Herrlich hat die Amarena Kirsche dazu geschmeckt!

Mich erinnern diese Fotos leider an Halloween, wen noch?


Aber fantaschtisch geschmeckt haben sie!!!

Samstag, 16. Januar 2016

Winterzeit? Winterzeit!

Da schreibe ich gestern grad noch gemütlich, dass kein Schnee in Sicht ist und heute morgen überrascht uns der Garten in weißer Pracht. Die Herren Koko, Knopf und Zwiebel haben nicht mal ihr Frühstück aufgegessen. Und das will was heißen, denn wochenends gibt es Nutella. Aber Schnee schlägt eindeutig Nutella. Und so standen die Drei aufgefädelt nach Größe (ergab sich zufällig so) da und starrten durch die Terrassentür hinaus. "Neee" rief der süße Knopf. "Neee", wiederholte s'Zwiebale begeistert. "Schnee, juchuhh Schnee", schrie der Koko. "Neeee, Neeeee, Schneee, NEEEEE"
So ging es eine ganze Zeit lang, bis wir die großen Buben in die Schneeanzüge steckten und vor die Tür stellten. Koko sauste begeistert los, schmiss sich in den Schnee, wirbelte Schneebälle in die Luft und hatte Spaß. Knopf stand wie angewurzelt vor der Tür und rief "Papa, Neee". Ein Flöckchen Schnee war auf seiner Wange gelandet und das musste sofort vom Papa entfernt werden. Der Knopf findet Schnee nämlich nur toll, wenn er ihn aus der sicheren Entfernung der warmen Stube beobachten kann.
Während also der Knopf vor der Tür plärrte, weil er rein wollte, plärrte drinnen das Zwiebale, weil er raus wollte. Also, den Zwerg in den Schneeanzug gezwängt, mich selbst auch schneefest angezogen und raus. Und was gibt es herrlicheres als das Aufwärmen bei Tee und Co. nach einer ausgelassenen Schneetoberei?
Koko, Knopf und Zwiebel empfehlen diese Bratapfelküchlein.


Dazu eine warme Milch und schon ist der Tag perfekt.


Bratapfelküchlein (Rezept nach Fräulein Klein). ca 12 Stück

50 g geriebenes Marzipan (am besten das Marzipan kurz in den Gefrierschrank legen, dann lässt es sich leichter reiben)
220 g zimmerwarme Butter
80 g Zucker
3 Eier
Mark einer halben Vanilleschote
220 g Mehl
50 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln, oder,... )
1 TL Zimt
100 ml Milch
2-3 kleine Äpfel
etwas Vanillejoghurt oder Schlagrahm
2 EL grob gehackte Nüsse oder Pinienkerne
Honig

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Marzipan reiben
Butter und Zucker schaumig rühren
Eier dazu geben und cremig rühren
Marzipan, Mark der Vanilleschote zugeben
Mehl, Backpulver, Zimt und die gemahlenen Nüsse mischen und zum Teig geben
Milch dazu
alles kräftig mixen
Teig zu 2/3 in Muffinformen füllen
Das Kerngehäuse der Äpfel ausstechen, in ca 3-4 mm dicke Scheiben schneiden
je eine Apfelscheibe auf jedes Küchlein setzen und
ca 25 min backen
auskühlen lassen
einen Klecks Vanillejoghurt oder Schlagrahm auf jedes Küchlein geben, mit Nüssen und Honig verzieren und sich am schönen Winter erfreuen.






Freitag, 15. Januar 2016

So ein höflicher kleiner Kerl

Während ringsum winterliche Rezepte gezeigt werden, müsst ihr mit mir einen Ausflug in den Sommer machen. Nicht, dass wir nicht auch tolle Kekse, winterliche Cupcakes, Bratapfeltorten und Co. gebacken hätten, aber neben der ganzen Christkindlaction bin ich gar nicht zum Schreiben gekommen. Daher bitte Augen zu, warme Sonnenstrahlen spüren, das Zirpen der Grillen hören und

schon seid ihr in einer Ferienwoche Ende August.

Monsieur Koko kommt gerade von einer Woche Urlaub bei Oma und Opa zurück und hat daher die sprachlichen Fortschritte seines jüngsten Bruders, dem Herrn Zwiebale, nicht life mitbekommen. Wir sitzen also beim Frühstück, dem Zwiebale fällt die Gabel runter und der süße Knopf hebt sie auf. Darauf sagt der Jüngste: Danke. Und Herr Koko fällt vor Überraschung fast vom Stuhl und meint: So ein höflicher kleiner Kerl.
:-)

Ich bin ja immer sehr vorsichtig mit den sprachlichen Wundertaten der Kleinen, denn als Mama oder Papa hört und versteht man schon so einiges, was andere als süßes, aber unverständliches Babygebrabbel abtun. Aber nachdem auch eine Freundin Zwiebales Danke als solches verstand, darf ich stolz vermelden, dass sein zweites Wort nach Mama Danke ist.

Und wenn ihr denkt, dass es immer so gesittet bei uns zu geht, dann irrt ihr euch. Leider. Denn auch der Knopf hat sprachliche Fortschritte gemacht. Und so sehr ich mich darüber auch freue und so stolz wir auch sind, es kann ganz schön nervig sein. Ein energisches Kopfschütteln beim Bäcker ist irgendwie leichter zu ertragen als ein inbrünstig geschrienes NEIN. Und das nur, weil er keinen Krapfen bekommen hat. Wer will schon einen Krapfen, wenn so herrliche Cupcakes zu Hause warten? Eben!

Diese Schoko-Erdbeer-Cupcakes sind unserem höflichen kleinen Kerl gewidmet. Dem hat es auch genial gut geschmeckt, dem Koko und Knopf auch. Freunden auch; ich bin noch ein bisschen unschlüssig, weil ich eigentlich lieber frische Früchte verarbeite. Vorteil ist aber auch, dass ihr diese Cupcakes auch im tiefsten Winter machen könnt, weil im Topping Erdbeersirup drin ist. Und schwupps, passt das Rezept doch auch in die wunderschöne Winterzeit. ;-)


Für das Topping (Rezept nach Renate Gruber) benötigt ihr einen Pudding, den ihr am Vortrag zubereiten solltet.
Erdbeerpudding:
65 g Erdbeersirup (Dicksaft)
10 g Zucker
35 g Schlagrahm (=Obers, = Sahne)
10 g Speisestärke

In einem Kochtopf Erdbeersirup und Zucker erhitzen
Schlagrahm mit Stärke verrühren
Wenn die Sirup-Zucker-Mischung zu kochen beginnt, Schlagrahm-Stärke dazu gießen
und rühren, rühren, rühren
bis der Pudding eindickt
dann den Topf sofort von der heißen Herdplatte nehmen
und in eine Schüssel gießen
Frischhaltefolie drauf und nach dem Auskühlen ab in den Kühlschrank

Schokoladecupcakes:
75 g Butter
250 g Mehl
25 g Kakao
1 TL Backpulver
1 TL Natron
210 g Zucker
150 ml Buttermilch
100 ml Milch
1 Ei

Backrohr auf 175 Grad vorheizen
Muffinblech mit Papierförmchen bestücken
Butter zerlassen
Trockene Zutaten in einer Schüssel vermischen
Buttermilch, Milch, Ei und flüssige Butter in einer anderen Schüssel vermischen und dann zu den trockenen Zutaten geben und mixen
Förmchen zu 2/3 befüllen und ca. 18-20 min backen 

Erdbeertopping
50 g Erdbeermarmelade
90 g Erdbeerpudding (den ihr am Vortag zubereitet habt)
30 g Staubzucker
190 g Mascarpone (ich verwende gerne Mascarino von Schärding)

Pudding auf höchster Mixerstufe ca 3 Sekunden rühren
Restlichen Zutaten dazu und ebenfalls ca 3 Sekunden mixen
Topping in Spritzbeutel füllen, aufdressieren und genießen.



Die süßen Förmchen gab es übrigens bei Via Nova. 


Sonntag, 14. Juni 2015

S'Zwiebale liebt Holunder

Der Dritte im Bunde zu sein hat eindeutig Vorteile. Beim Koko waren wir noch sehr streng mit Zucker & Co, denn da gab es im ersten Lebensjahr natürlich nix. Beim Knopf waren wir schon relaxter und jetzt nascht unser Zwiebale alles mit. Wobei kulinarisch gesehen waren wir uns lange nicht sicher, ob der kleine Herr so richtig in unsere Familie passt.
Im Gegensatz zu seinen Brüdern bewegte er sich einfach so fort, begann mit 7 1/2 Monaten das Vorwartsrobben, setzt sich hin, zieht sich hoch, einfach so am Spaß der Bewegung. Koko und Knopf mussten mit Hirsebällchenpfaden gelockt werden und beide setzten sich nur in Bewegung, wenn sie etwas Essbares sahen und dies wollten.
S'Zwiebale interessierte sich erst ziemlich spät für richtiges Essen und ich sag es euch, er stellte sich ungeschickt an. Ganz ganz ehrlich, da war Knopf trotz Down Syndrom so was von geschickt.
Auch jetzt noch, mit fast 12 Monaten darf der Brei nur feinst püriert sein. Letzhin habe ich es doch glatt gewagt, ihm etwas Selbstgekochtes zu servieren. Letscho und Polenta. Den Polenta hab ich extra ein bißchen früher aus dem Topf genommen, damit er noch etwas breiig ist, Letscho fein püriert und los ging es. Pfff, so ein vorwurfsvoller Blick! Also musste wieder Mr Hipp für den Kleinen kochen und das Viermonatsglaserl wurde dankbar angenommen.

ABER: Nachmittags war Besuch da und es gab Holunder-Cupcakes. Pfff, so schnell konnte ich gar nicht die Kuchenstückchen in den Mund vom Jüngsten befördern. Er hat mich sogar am Arm gezogen und gekratzt, wenn nicht sofort Nachschub kam. Da gab es keine Erstickungsanfälle und die Kuchenbröseln waren definitiv größer als der Polenta.
Somit ist klar, unsere Zwiebale passt wunderbar zum Koko & Knopf und vervollständigt das süße Trio.



Holunderblüten-Cupcakes

Das Originalrezept stammt aus dem Heft Cooking (Nr 19, 15.5.2015). Vermutlich hat es die Redaktion nicht nachgebacken und beim Kopieren einen Fehler gemacht, weil bei 180 Grad Umluft werden die Dinger braun  eher schwarz. Fürs Foto habe ich die schwarzen Ränder weggekratzt, also versucht es mal mit 180 Grad Ober-Unterhitze. Also hier meine Version:

175 g Butter
120 g Zucker
4 EL Holunderblütensirup
3 Eier
150 g Mehl
75 g gemahlene Mandeln

120 g weiche Butter
50 g Zucker
4 EL Holunderblütensirup
120 g Mascarpone
ca 150 g Staubzucker

Das Backrohr vorheizen (180 Ober-Unterhitze)
Butter mit Zucker und Sirup schaumig schlagen
Eier verquirlen
Mit Mehl und Mandeln unter die Masse mischen
Ca 25 min backen (bitte mit Stäbchenprobe überprüfen)
auskühlen lassen


Für die Creme die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und dem Sirup cremig schlagen.
Mascarpone unterziehen
Soviel Staubzucker unterrühren, bis die Masse gut spritzfähig ist.
Aufdressieren und genießen.

Extrem nach Holunder schmecken sie nicht, aber sehr gut waren sie trotzdem. Fragt das Zwiebelchen.

Montag, 2. März 2015

Ätsch, reingelegt Monsieur Koko


Ihr habt ja allerhand verpasst. Heute ist das Zwiebale 8 Monate alt geworden und robbt schon so geschwind herum, dass nix mehr vor ihm sicher ist. Der süße Knopf hat im Juli seine ersten zaghaften Schritte gemacht (ohhh, das war so wunderschön. Gänsehautfeeling), jetzt marschiert er schon so sicher und fleißig allein herum, wir haben groß seinen 3. Geburtstag gefeiert und den Kindergartenstart. Monsieur Koko ist schon 5 und ein intensiver Legobastler und auch sonst ein großer Konstrukteur & Feuerwehrfan. Koko & Knopf sind in vielen Bereichen sehr unterschiedlich; in einigen aber sehr ähnlich.

Beide lieben Ordnung. Koko ist dem Alter, wo er selbst zwanghaft für Ordnung sorgt, entwachsen, trotzdem hat er es noch gerne sehr ordentlich. Knopf steckt gerade mitten drin in der "Monk-Ordnungsphase". Offener Geschirrspüler - geht gar nicht und muss sofort zugemacht werden. Abwaschlappen hängt über die Spüle - muss sofort hineingeschmissen werden. Mehrmals täglich führt er mich zum Staubsauger und deutet mir, ihn einzuschalten. Oft will er mit saugen, meistens aber zum Wumwum des Saugers tanzen. Unser Haus ist partiell also sehr sauber. ;-)

Monsieur Koko ist beim Essen plötzlich sehr pingeling geworden. Zum Glück nicht bei den Hauptmahlzeiten, nur bei der Jause und da auch nur beim Obst. Eine Banane muss makellos schön sein. Ein braunes Fleckchen, grad unterm Mikroskop erkennbar, und schon wird sie nicht mehr gegessen. Knopf ist da zum Glück nicht so heikel. "Anane" (=Banane) könnte er rund um die Uhr und in fast jedem Reifegrad essen.
Aber es gibt auch ein Braunstadium das er verweigert. Und nachdem ich Bananentechnisch eher wie der Koko bin und mein Mann ein Obstmuffel, liegen bei uns regelmäßig immer brauner werdende Bananen rum.

Was also tun? Verbacken natürlich (was für ein nettes Wort: verbacken. Banane in Backware verpacken = verbacken ;-) )


Bananencupcakes mit Toffetopping
(Rezept aus Renate Gruber, Mini Cupcakes)

60 g Banane (vollreif & püriert) he, he Koko, da sieht man die braunen Flecken nicht
50 g Reismehl
50 g Mandeln gemahlen
30 g Vollrohrzucker
130 ml Milch (im Original Sojamilch)
5 g Backpulver

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Minimuffinblech mit Papierförmchen auslegen
Banane pürieren
Alle Zutaten in einer Schüssel mixen, grad so lange bis alles gut vermischt ist
Backförmchen bis 2 mm untern Rand befüllen
15-20 min backen (hängt von der Größe der Muffinform ab; meine ist sehr sehr klein)

Topping
30 g Toffeeaufstrich (gibt es grad beim Hofer)
150 g Mascarpone
10 g Staubzucker

Alle Zutaten kurz miteinander vermixen, in einen Dressiersack füllen, aufspritzen und genießen.

So lieber Koko, ab jetzt magst Du Banane mit braunen Flecken; zumindest in verbackter Form.


PS: Der Cupcake ist vegan und glutenfrei.

Montag, 11. November 2013

Rabe Socke feiert mit...

Monsieur Koko und seinen Kindergartenfreunden!
Zum ersten Mal gab es in unserem Haus eine Kinderparty und Koko feierte mit seinen 3 Freunden.



Der Rabe Socke ist ein ganz lustiger, frecher und lieber Geselle. Koko liebt ihn heiß! Der kleine Rabe hat an einem Bein eine rot-weiß-rot gekringelte Socke an. Daher gab es bei uns alles in rot-weiß-rot.


Die Papiersackerln, Cupcakes-Förmchen und Strohhalme habe ich übrigens von Wedding Avenue. Die gibt es dort in allen erdenklichen Farben und Mustern und lassen mein Herz höher schlagen.

Für Koko und seine Freunde gab es 
Cupcakes nach diesem Rezept hier
Topping war der Rest von diesem Frosting hier (das hält sich im Kühlschrank wunderbar eine Woche. Lasst es Zimmertemperatur annehmen, mit dem Mixer aufschlagen und weiterverwenden)
kleine Donuts mit rot-weißer Schoko nach diesem Rezept hier (ich habe jetzt ganz kleine Donutförmchen und bin total begeistert. So süß diese kleine Happen)
und natürlich gab es Rabe Socke Kekse!


Koko war von seinem zweistündigen Fest so k.o., dass er abends schon um halb 7 ins Bett fiel und einschlief.





Freitag, 12. Juli 2013

eat more candy: Ribisel-Cupcakes



Yeah, welcome back, liebe Freundin! 3 Wochen USA sind eine ganz schön lange Zeit und das findet nicht nur Monsieur Koko. (siehe hier)
Auf dem kulinarischen Jahreskalender dürfen Ribisel (=Johannisbeeren) natürlich nicht fehlen. Und die Säure der Früchte (aus dem eigenen Garten!!) harmoniert himmlisch mit dem Baiserhäubchen.
Ruck-zuck fertig sind diese kleinen Schlemmereien auch noch, also ein perfekter Start ins Wochenende:

Rezept für 10 Cupcakes + etwas Teignschen für Koko & Knopf
125 g zimmerwarme Butter
125 g Zucker
1 Pkg Vanillezucker
2 Eier
175 g Mehl
1 TL Backpulver
4 EL MIlch
Ribisel (ich hab sie leider nicht abgewogen; geschätzt haben Koko und ich 1 große und 1 kleine handvoll geerntet)

2 frische Eiweiß
100 g Zucker

Backrohr auf 170 Grad vorheizen
Butter mit Zucker cremig rühren
Vanillezucker dazu
mixen
Eier dazu
mixen
Mehl mit Backpulver dazugeben
mixen
Milch dazu
mixen
Ribisel vorsichtig unterheben
in Förmchen füllen (bis fast zum Rand, sie gehen nicht sehr stark auf)
ca 25 min backen

auskühlen lassen, aus der Form geben

Baiser
2 Eiweiß halb steif schlagen
Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen
solange bis sich der Zucker aufgelöst hat und die Masse stehenbleibende Spitzen bildet
Baiser in Spritzsack mit runder Tülle füllen
aufspritzen (bei Wunsch noch mit dem "Küchengasbrenner" leicht bräunen)
gleich genießen

himmlisch!


Donnerstag, 2. Mai 2013

Eat more candy: Oreo Cupcakes

Vor einiger Zeit, als grad so die ersten Sonnenstrahlen das Herz erwärmten, waren Koko, Knopf und ich einkaufen. praktischerweise bei Astrid & Philipp ums Eck. So ganz zufällig (hüstl; nein, natürlich absichtlich) hatten wir Cupcakes mit. So ein Kinderwagen ist ganz schön praktisch. Neben den 101 Utensilien, die Mamas und Kinder brauchen, transportiert er auch noch sicher Küchlein durch die Gegend.

Wir trafen uns bei einem Kaffee - erstmals ohne Wärmeheizstrahler draußen sitzend! - und verspeisten ganz heimlich die mitgebrachten Cupcakes. Ob das schlechte Gewissen, weil wir nur Kaffee ohne kaffeehauseigene Mehlspeisen konsumierten oder diese wundervollen ersten Sonnenstrahlen oder dieser nette Vormittag, der in ein nettes Mittagessen überging, oder einfach dieses geniale Rezept der Grund war, wissen wir nicht. Wir wissen nur: diese Cupcakes sind himmlisch!

Das Rezept habe ich vom Blog diesem Blog

12 Oreohälften (und zwar die mit der Creme drauf. Am besten mit einem Messer ablösen)
180g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Salz
55g Butter, zimmerwarm
200g Zucker
2 große Eiweiß, zimmerwarm
Vanilleextrakt
120ml Milch
10 ganze Oreo Kekse, gehackt

Frosting
50g Frischkäse Doppelrahmstufe
25g Butter, zimmerwarm
200g Staubzucker, gesiebt
1-2 EL Schlagrahm (= Obers, Sahne)
gemahlene Oreokekse (ich habe einfach die übrigen Hälften genommen und zermörsert und dann vergessen draufzugeben)
Oreos als Deko

Backrohr auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Muffinform mit Papierbackförmchen versehen.
Die Oreohälften mit der Cremeseite nach oben in die Muffinförmchen legen. (Das hat Koko ganz alleine gemacht! Tja, für seine Astrid bemüht er sich!)
Mehl, Backpulver und Salz mischen.
In einer anderen Schüssel Butter und Zucker ca. 2 Minuten lang cremig mixen.
Die Eiweiß nach und nach hinzugeben sowie das Vanilleextrakt.
Dann die Hälfte der Mehlmischung dazugeben und mixen,
Milch dazu und mixen
Rest Mehl dazu und mixen
Die gehackten Oreos vorsichtig mit einem Kochlöffel oder Teigspachtel unterheben.
Teig auf die Muffinförmchen verteilen
Ca. 20 Minuten lang backen. (Nicht überbacken, werden sonst steinhart!)

Für das Frosting
Butter und Frischkäse mixen,
dann den Puderzucker esslöffelweise dazu geben.
Solange mixen, bis es cremig ist
Dann den Schlagrahm dazugeben und ca. 4 Minuten lang weitermixen.
Das Frosting auf die Cupcakes geben, mit Kekskrümeln und Oreohälften verzieren.

Die Menge des Frostings reichte bei mir für 8 ordentlich bespritze Cupcakes (siehe Foto) und 4 mit einem kleinen Gupf. Das Frosting ist sofort einsatzbereit und sollte nach Möglichkeit ganz frisch, kurz vor dem Verzehr zubereitet werden. So schmeckt es am besten!

Montag, 11. Februar 2013

1 x süß + 1 x pikant = 2 x lecker

Bei Rezepten aus dem Magazin Lecker. Backery (2013, Special Nr 1) geht diese Rechung immer auf.
Fürs gestrige Faschingsfest habe ich die Bienenstich Cup Cakes gemacht und Meerrettich-Cheese-Cracker.

Ich gestehe, ich blättere Zeitschriften ziemlich gerne und häufig von hinten durch. Erst nach diesem Überblick folgt dann das genüssliche Studieren von vorne nach hinten. Monsieur Koko war eifrig am Spielplatz unterwegs, der Knopf gönnte sich ein kleines Power Napping im Kinderwagen und ich fror. Zum Glück hatte ich meine zweitliebste Backzeitschrift mit und blätterte (von hinten!) durch den Genuss. Ich kam bis Seite 92, dann hatte ich 2 Rezepte und Koko genug vom Feuerwehrfahren und wir konnten den Heimweg antreten.

Und etwas später dann backen und gestern genießen:

Bienenstich-Cupcakes


Zutaten für 12 Stück:
175 g weiche + 200 g weiche + 25 g Butter
150 g + 100 g Zucker
3 Eier (Größe M)
100 g fettarmer Joghurt
75 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
150 g Mehl
2 TL Backpulver
160 g Marshmallow Fluff
125 g Mandelblättchen
2 EL Honig
4 EL Schlagrahm (=Obers = Sahne)

Backofen auf 175 Umluft vorheizen. Muffinformen vorbereiten.

Für den Teig

175 g Butter, 150 Zucker mit den Schneebesen des Mixers ca 5 min schaumig rühren.
Eier einzeln unterrühren
Joghurt unterrühren
Mandeln, Mehl, Backpulver mischen und
zur restlichen Masse rühren
in die Förmchen füllen (ich füllte meine bis zum Rand voll, sie gingen nur etwas auf, nicht extrem viel)
Im heißen Backrohr ca 25 min backen
Muffins auskühlen lassen

Für die Fülle

200 g Butter mit den Schneebesen des Mixers ca 5 min schaumig rühren
Marshmallow Fluff esslöffelweise unterrühren
von jeden Cupcake einen Deckel abschneiden
Creme in Spritzbeutel füllen, Ecke abschneiden
auf jeden Cupcake einen dicken Tupfen Creme spritzen
Deckel draufsetzen und leicht andrücken
ca 30 min kalt stellen

Für das Topping

Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten (aus Zeitgründen fiel das bei mir weg)
100 g Zucker karamellisieren
25 g Butter, dann Honig, dann Schlagrahm einrühren
kurz aufkochen
Mandelblättchen dazu
Mandelkaramell noch heiß auf die Cupcakes verteilen.

CupCakes bei Zimmertempertur genießen.
Fazit: hmmmm, lecker! Das Rezept hat super gepasst, einzig vom Mandelkaramell würde ich das nächste Mal nur die Hälfte der Menge verwenden. Ich hab großzügig verteilt und immer noch viel zu viel übrig gehabt.

Meerrettich-Cheese-Cracker


Zutaten:
250 g + etwas Mehl
100 g Meerrettich-Frischkäse
75 g Schmand (gibt es nur in Deutschland; ich habe 35 g Creme fraiche und 40 g Sauerrahm verwendet)
125 g weiche Butter
1 Eigelb
grobes Meersalz zum Bestreuen


250 g Mehl, Frisckäse, Schmand (oder Schmandersatz), Butter in Flöckchen zu einem glatten Teig verkneten
zugedeckt ca 45 min kalt stellen
Backrohr auf 175 Umluft vorheizen
Teig auf etwas Mehl ca 1/2 cm dünn ausrollen
Kreise (à ca. 5 cm Durchmesser) ausstechen
Teigreste erneut verkneten, ausrollen, ausstechen ...
Kreise aufs mit Backpapier belegte Blech legen
Eigelb und 1-2 EL kaltes Wasser verquirlen
dünn auf Teigkreise bestreichen
mit einem Holzspieß mehrmals einstechen
mit Salz (und Kräutern) bestreuen
im heißen Backrohr ca 18-20 min goldbraun backen
samt Papier vom Blech ziehen und auskühlen lassen

Fazit: schnelles, selbstgemachtes Knabbergebäck. Eignet sich auch bestens als Geschenk zum Mitbringen.
Ich habe eine Portion mit Kräutern der Provence und eine weitere mit der Blüten-Gewürzmischung "Scharfmacher" von Sonnentor bestreut. Dort habe ich leider das Salz vergessen und trotz der Kräuter schmeckten diese Cracker etwas fad. Also unbedingt salzen!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Pandabär liebt Koko... oder umgekehrt?

Abends und nachts wird hier gewerkt, dass sich die Balken biegen. 3 wird man ja nur einmal. ;-) Aber pssst,... Herr Koko darf da nichts davon wissen!

So hat sich der junge Herr beklagt, dass er endlich wieder was backen will. Mir steht der Sinn zwar gerade nach Backpause, aber wie gesagt, pssst! ;-)
Also haben wir heute schnell kleine Pandabären gemacht.


Für die Mini-Mini-Muffins (ich habe Pralinenpapierförmchen verwendet) haben wir diesen Teig, nur ohne Erdbeeren verwendet.
Als Topping nahm ich einfach nur geschlagenen Rahm (=Sahne). Mit einer großen Lochtülle einen Gupf draufspritzen. Diesen dann in ein mit Zucker befülltes Glas drücken. Ohre, Nase, Augen bestehen aus Schokodrops (ich hatte hier nur eine Mini-Größe; für die Augen wären etwas größere Drops besser gewesen)
Das weiße der Augen ist Rollfondant, dünn ausgerollt und ausgestochen. Ich hatte zufällig schon fertige Augen da, wegen pssssst... ;-)

Koko, Knopf und der Besuch waren begeistert. Ich finde das eine süße Idee, wobei ich beim "Mund-anbringen" meine großen Finger verflucht habe. ;-)


PS: Lieber Blog, könntest du bitte meine Fotos wieder so anzeigen, wie sie bei mir am Computer abgespeichert sind? Dieses Bilderdrehen ist ganz blööööd. Danke! ;-)
PPS: Die Originalanleitung und natürlich viel schönere Fotos von perfektes Pandas findet ihr hier: Bakerella

Freitag, 12. Oktober 2012

Glückskäfer

Am 11.10.2011 kam unser süßer Knopf endlich vom Krankenhaus heim. Ein Monat nach seiner Geburt mit einem neuen Aortenbogen beim Herz durften wir unseren tapferen Kämpfer in unserer Familie begrüßen und ganz fest umarmen. Was für ein Glück! So gab's zu seinem Geburtstagfest neben Knopf Cupcakes beim zweiten Fest (ja, ja, wir sind eine Familie, die gerne (und oft) feiert) auch Glückskäfercupcakes.

Marienkäfer sind für mich die süßesten Käfer und ich bin immer ganz glücklich, wenn ich welche sehe. Monsieur Koko findet langsam auch Gefallen an ihnen, wobei seine fürsorgliche Zärtlichkeit eher noch zum raschen Ableben dieser Tierchen führt. Diese Cupcakes waren zum Glück widerstandsfähiger und so waren Koko und Knopf im Zuckereldorado.

Dies waren meine ersten dekorierten Cupcakes und neben ein paar Anfängerfehlern (besser gesagt Ignorierfehlern) bin ich ziemlich stolz drauf. Monsieur Koko auch! Bilderbuchanschauen hat jetzt eine neue Qualität, denn er überlegt, was alles zu einem Cupcake gemacht werden kann. :-)

Rezept für 12 Cupcakes

Vanillecupcakes

175 g weiche Butter
150 g feiner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
2 Eier
250 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
200 ml Milch

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Butter, Zucker, Vanille mit dem Mixer schaumig rühren
Eier einzeln dazu geben, nach jedem Ei gut rühren
Mehl und Backpulver zusammensieben
Mehl und Milch abwechselnd zur cremigen Masse geben und mit einem Holzlöffel unterheben.
Teig in Förmchen füllen
20 - 25 min (Stäbchenprobe) backen
auskühlen lassen

Ganache

Damit werden die Cupcakes überzogen. Ich habe helle Ganache gewählt.
Normalerweise hackt man die Schokolade und gießt erwärmten Schlagrahm (=Sahne, Süßrahm, Obers) drüber. Ich war zu faul zum Hacken und habe die Schoko in der Mikro erhitzt und den kalten Rahm dazugegeben. Hat wunderbar funktioniert. ;-)

200 g weiße Schokoladenkuvertüre
70 ml Rahm

Wichig ist, dass man die Mischung nicht mit dem Mixer rührt, sonst entstehen zuviele Luftblasen.
Wenn die Ganche cremig und glatt ist, wird der Cupcake damit eingestrichen. Den Rest (ziemlich viel) habe ich eingefroren.
Die Ganache bildet nun einen schönen glatten Überzug und die Dekoration beginnt.

Dekoration

Ich habe fertigen Rollfondant in rot und schwarz eingekauft bei Alles Torte.
Dieser lässt sich am besten auf fein verteilter Speisestärke ausrollen. (Und das ist mein großer Ignorierfehler. Ich wusste das, hab mir aber gedacht, dass ich um halb 11 nachts nicht auf Suche nach Feinstrümpfen gehe (ich trage selten Strumpfhosen) und habe daher äußerst großzügig die Stärke auf meiner Arbeitsfläche verteilt. Tja, die Staubreste seht ihr eh auf den Fotos - also bitte beachtet diesen Tipp!)
Ich habe schwarze Kreise ausgestochen (nächstes Mal größere!) und damit den Cupcake eingedeckt.
Rote, kleinere Kreise (Rand wegschneiden) sind die Flügel, schwarze kleine Kreise die Glückspunkte. Gesicht und Augen geformt, die Nase ist ein Zuckerherz (Streudekor.)
Für die Fühler habe ich Blumendraht (nicht essbar, vorher entfernen) verwendet.

Voilà, fertig! Gefallen sie Euch?