Sonntag, 21. Juni 2020
Müde machen
Mittwoch, 10. Juni 2020
Mit Leichtigkeit
150 g kalte Butter
75 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
300 g Mehl
1 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Erdbeeren waschen, putzen, in kleine Stücke schneiden und pürieren.
2 EL Erdbeersirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine gut ausdrücken und im warmen Sirup auflösen. Diesen Sirup ins Erdbeerpüree gießen, vermischen und die Masse im Kühlschrank aufbewahren.
3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Eigelbe und Staubzucker über einem
heißen Wasserbad ca. 5 Minuten mit dem Mixer hellcremig aufschlagen. Die
Schüssel darf dabei das kochende Wasser nicht berühren. Anschließend auf die
Seite stellen.
Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren.
1 EL Erdbeersirup
in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine gut ausdrücken und
im warmen Sirup auflösen.
Cremig
geschlagene Eigelb-Zuckermischung zum Mascarpone geben und kurz vermischen.
Gelatine-Sirup dazu gießen und ebenfalls mit dem Mixer kurz verrühren.
Erdbeerpüree aus dem Kühlschrank holen und vorsichtig mit Hilfe einer
Teigspatel unter die Mascarponecreme rühren.
Obers mit Zucker steif schlagen und unter die Mascarponemasse heben. Diese Masse in die Tarte gießen, fest werden lassen (am besten über Nacht) und dekorieren.
Wenn von der Creme etwas übrig bleibt, einfach in Dessertgläser füllen und genießen. Mit Leichtigkeit!
Samstag, 30. Mai 2020
Lieb & Cool
Heute in der Früh hat er sich noch einmal zu mir ins Bett gekuschelt, mich ganz tief angeschaut und gesagt "Mama lieb" (übersetzt: Mama ich habe dich lieb). Ui, ui, mein Herz ging fast über vor Glück. Und nach einer Weile sagte er: "Mama, du bist cool!"
Das ist ein Satz! Ein ganzer! Korrekter! Und vollständig!!!!! Und so wahr! ;-) (ha, ha) Ich war so baff und stolz und glücklich. Danke Knopf für diesen schönen Start ins Wochenende.
(PS: Für alle neuen LeserInnen: Der süße Knopf ist 8, hat das Down Syndrom und solche Erfolge sind einfach noch ein Stückchen intensiver als bei anderen Kindern.
Bei uns gibt es nicht nur süße Worte sondern zum Pfingstwochenende auch diese süßen Erdbeer-Holunder-Cupcakes.
Erdbeer-Holunder-Cupcakes
Zutaten für 6 Muffins (mittlere Größe, ca. 90 ml Fassungsvermögen)
116 g Butter, Raumtemperatur
80 g Zucker
1 EL Holunderblütensirup
2 Eier (M)
100 g Mehl
50 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl; sonst einfach gemahlene mit Haut verwenden)
½ TL Backpulver
Glutenfreie Version: 40 g Hirsemehl, 40 g Reismehl, 20 g Kartoffelstärke, ½ TL Johannisbrotkernmehl
Backrohr auf 160 Grad vorheizen und Backformen vorbereiten.
Butter mit Zucker und Sirup in einer großen Rührschüssel schaumig schlagen.
Eier einzeln unter die Masse schlagen.
Mehl, Mandeln und Backpulver vermischen und in die Rührschüssel geben und solange mixen bis ein homogener Teig entstanden ist.
Förmchen bis ca. 1 cm unter den Rand füllen und 20 Minuten backen.
Auskühlen lassen.
Topping
Erdbeerpudding (am Vortag zubereitet)
20 g Erdbeermarmelade
200 g Mascarpone, Raumtemperatur
Für den Erdbeerpudding
60 g Erdbeersirup
10 g Zucker
35 g Obers
10 g Maisstärke
Erdbeersirup und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen.
Obers mit Stärke klümpchenfrei verrühren. Eventuell durch ein feines Sieb streichen.
Sobald die Sirup-Zucker-Mischung anfängt zu kochen, die Stärkemischung dazugeben und nun rühren bis der Pudding eindickt.
In eine Schüssel gießen, eine Frischhaltefolie direkt auf den Pudding geben und im Kühlschrank bis zur Verwendung am nächsten Tag lagern.
Erdbeermarmelade und Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren. Pudding durch ein feines Sieb streichen und zur Mascarponemasse geben, kurz unterrühren. Die Masse in den Spritzsack füllen und auf die Cupcakes dressieren. Nach Belieben verzieren, mit ein paar Erdbeeren, einer Holunderblütendolde oder einem Topper aus Rollfondant.
Hier habe ich ein Stück bedrucktes Esspapier rund ausgeschnitten, darauf Erdbeerblüten und –blätter geklebt und dieses auf das Topping gesetzt.
Die Fotos sind von Bernd Tschakert und diese Muffins sind Bestandteil meines "Erdbeer Sweet Tables" in meinem Buch. Kuchenparty. Süße Feste feiern, erschienen im Kral Verlag, Gestaltung: Kathi Zenger
Dienstag, 26. Mai 2020
Mission: Steckbrief
Er bringt jetzt schon viele Hefte und Bücher mit, die sie nicht mehr brauchen und da wir immer noch im Corona-Aufräum-und-Aussortier-Modus sind, blättere ich sie durch, bevor sie in die Erinnerungskiste wandern.
Die erste Schularbeit in Deutsch war eine Personenbeschreibung und Kokos Lehrerin hat ihnen wirklich viel Rüstzeug mitgegeben. Statt "ich bin sportlich" … "Ich trage gerne T-Shirts und Jeans und das unterstreicht meinen sportlichen Körperbau." … oder "Mein schlanker Körperbau zeigt wie sportlich ich bin"...
Eine der ersten Übungen war es, die Mama oder den Papa zu beschreiben. Koko wählte mich und so saß ich also habacht, um seinen Fragebogen zu beantworten. Aus diesem Steckbrief wurde dann eine Personenbeschreibung.
Also, ich sag's euch, bei Monsieur Koko werden reihenweise Herzen schmelzen.
Nachdem er mich lange betrachtet hatte, schrieb er: "Ihr freundliches Lächeln, ihre weiche Haut und ihr rundlicher Körperbau machen sie zur besten Kuschelmama."
Ganz, ganz ehrlich? Ein schöneres Kompliment habe ich noch nie bekommen. Einfach wundervoll, mein Koko.
Hier meine Variante:
Erdbeer-Buttermilch-Küchlein
Zutaten für 8 Mini Kuchen
200 g Mehl
1 TL Backpulver
eine Prise Salz
150 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl)
200 g Zucker und etwas zum Bestreuen des Teiges
175 g Butter, zimmerwarm
150 ml Buttermilch
3 Eier
8 große Erdbeeren
optional: 125 g Erdbeeren, kleingeschnitten
2 EL gehackte Pistazien
glutenfreie Version: Coronabedingter Einkaufskrise sind mir meine reinen Mehle ausgegangen und ich habe für diesen Kuchen eine fertige Mehlmischung von Spar verwendet. Im Normfall hätte ich
80 g Hirsemehl, 80 g Reismehl, 40 g Kartoffelstärke und 1 TL Johannisbrotkernmehl verwendet.
optionale Erdbeeren: Wir sind eine Familie, die Teig gerne mag. Natürlich aus der Teigschüsseln beim Zubereiten genascht, aber auch im Kuchen braucht es bei uns nicht viel Obst, damit wir glücklich sind. Wer es gerne fruchtiger hat, mischt bitte die kleingeschnittenen Früchte unter den Teig.
Backrohr auf 180 Grad vorheizen, Formen vorbereiten (fetten und mehlen)
Mehl, Backpulver, Salz, Mandeln und Zucker in einer großen Rührschüssel mischen.
Butter, Buttermilch und Eier dazugeben.
Alles mit dem Mixer zu einem glatten Teig rühren.
Optional die Früchte unterheben.
Teig gleichmäßig in die Formen (bis eine Fingerbreit unter den Rand) füllen
Die 8 Erdbeeren halbieren und jeweils 2 Stück mit der Schnittfläche nach oben in das Küchlein drücken. (nur ganz sanft; sie sollen gut sichtbar sein)
Mit Pistazien und etwas Zucker bestreuen und für ca. 25 Minuten (Stäbchenprobe) backen.
Auskühlen lassen, aus der Form holen und am besten ganz frisch genießen.
Freitag, 22. Mai 2020
So ist das halt....
Sein Mündchen plapperte in einer Tour. Irgendwann gestand er mir dann, dass Emil gerade so eine lustige Geschichte erzählt habe, dass er sich fast angemacht hätte. "Das war so lustig Mimi (seine sehr zärtliche Form für Mama), ich musste so lachen, ich habe mich fast angepieselt", flüsterte er ganz leise und es war ihm sichtlich ein bisschen peinlich.
Super Pädagoge wie ich halt bin, meinte ich: "Ach, das ist doch nicht schlimm. Das passiert mir auch manchmal." Große Kinderaugen blickten mich an. "Wirklich?" Nachdem ich ja weiß, dass geteiltes Leid halbes Leid ist, schummelte ich munter weiter. "Ja, wirklich. Wenn ich ganz fest lachen muss, kommt auch ein Tropfen Piesel raus." "Aber nur ein kleiner, oder?", fragte der Jüngste. "Ja, nur ein ganz kleiner. Das ist egal", beruhigte ich s'Zwiebale.
"Bei mir auch, Mama. So ein kleiner!" Dabei zeigte er mit seinen Händen ungefähr 10 cm lang und machte sich auf ins Bad. "So ist das halt", stellte er mit einer trockenen Weisheit fest, wie sie einfach nur 5 Jährige haben können und wechselte die Unterhose.
Die Geschichte hat absolut nichts mit diesem "Törtchen" zu tun und Übergang fällt mir auch keiner ein, also genießt einfach den Schwank aus meinem Leben und diese herrliche Pavlova.
Das Rezept stammt aus meinem Buch "Kuchenparty. Süße Feste feiern", erschienen im Kral Verlag. Fotos sind von Bernd Tschakert und die Gestaltung von Kathi Zenger (Designkostprobe).
Für den Curd
25 g Butter
150 g Rhabarber
85 g Zucker + 2 EL
1 Ei
Rhabarber gründlich waschen, nicht schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Diese Scheiben in einen Topf geben, mit 2 EL Zucker bestreuen und 30 Minuten ziehen lassen. Anschließend 1 EL Wasser hinzugeben und bei mittlerer Hitze weich kochen.
Masse in einen hohen Rührbecher füllen und mit einem Stabmixer fein pürieren.
50 g des Rhabarberpürees weiterverarbeiten, den Rest dieses Fruchtpürees in ein Glas füllen und im Kühlschrank bis zur späteren Verwendung aufbewahren.
Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen.
Wenn sie vollständig geschmolzen ist, 50 g Rhabarberpüree und Zucker hinzufügen und verrühren.
Ei verquirlen und durch ein Sieb in den Topf streichen.
Mit einem Schneebesen verrühren und warten, bis der Rhabarber Curd eindickt; ähnlich wie ein Pudding. Dabei immer wieder einmal umrühren.
Die Mischung darf nicht zu heiß werden, sonst beginnt das Eiweiß fest zu werden und man hat unschöne weiße Bröckchen im Curd. Sollte es trotzdem passieren, die gestockten Eiweißstücke mit einer Gabel herausfischen oder den fertigen Curd durch ein Sieb streichen.
Den Rhabarber Curd in ein sauberes Gefäß füllen und im Kühlschrank lagern. Er lässt sich auch sehr gut einfrieren.
Für die Pavlovas
100 g Staubzucker, gesiebt
½ TL Zitronensaft und etwas mehr zum Reinigen der Rührschüssel
Spritzsack, Tülle, Lebensmitelfarbe (optional)
Backrohr auf 100 Grad Umluft vorheizen.
Etwas Zitronensaft auf ein Stück Küchenrolle geben und damit Rührschüssel und Quirler reinigen. Damit Baiser gelingt, müssen die Geräte fettfrei sein.
Eiweiß in einer Rührschüssel mit dem Mixer (oder in der Küchenmaschine) aufschlagen.
Zitronensaft hinzufügen, Staubzucker langsam einrieseln lassen und weiter schlagen, bis die Masse dick und glänzend ist und feste Spitzen stehen bleiben.
Das kann bis zu 10 Minuten dauern.
Eischnee bei Wunsch nun mit einer Lebensmittelfarbpaste färben.
Baisermasse viermal in einer Kreisform (ca 10 cm Durchmesser) auf das mit Backpapier belegte Blech streichen, in der Mitte eine Mulde formen.
Das Backblech in die Mitte des Rohrs schieben und eine Stunde bei leicht geöffneter Tür (einen Holzkochlöffel in die Tür klemmen) trocknen lassen.
Die Hitze ausschalten und die Baisers/Pavlova im Ofen auskühlen lassen – dabei den Kochlöffel in der Backrohrtür belassen.
Obers mit Staubzucker steif schlagen.
Etwas Rhabarber-Curd in die Mulde der Pavlova streichen, Obers darauf verteilen und mit frischen Erdbeeren in Stückchen geschnitten garnieren. Darauf etwas vom Rhabarberfruchtpüree träufeln und abschließend mit ein paar gehakten Pistazienkernen dekorieren.
Tipp: Die Pavlovas können auch ein paar Tage im Vorhinein gebacken und luftdicht verpackt an einem trockenen Ort gelagert werden.
Freitag, 8. Mai 2020
Jetzt aber wirklich....
Der Muttertag steht nun wirklich vor der Tür und bei uns hat doch glatt noch ein bisschen geheimnisvolles Treiben eingesetzt. Via Schoolfox bzw. der Schulpost (an bestimmten Tagen bekommen wir via Vorraum zur Garderobe der Volksschule die korrigierten Arbeiten oder neue Arbeitsblätter) sind Bastelarbeiten eingetroffen und während ich heute laufen war, muss irgendetwas aus Schokolade entstanden sein. :-)
Wem Kekse oder Torte zu aufwändig sind, schafft vielleicht dieses kleine Tiramisu? Ich lass mal ganz zufällig Seite 92 meines Buches aufgeschlagen. Die Zutaten kann man ja morgen noch besorgen... :-)
Erdbeer-Tiramisu: Tiramisu war die erste Nachspeise, die ich selbst zubereitet habe. Die Biskotten hatte ich grasgrün eingefärbt und die Mascarponemischung pink. Und niemand aß von dem herrlichen Dessert. Damals fand ich es lustig, mit Lebensmittelfarben zu experimentieren. Jetzt liebe ich es natürlicher und diese süßen kleinen Gläser waren sehr rasch ausgelöffelt.
Zutaten für 8 kleine Portionen (wirklich kleine Gläser)
100 g Butter, zimmerwarm
100 g Zucker, extrafeiner Kristallzucker
2 Eier (Größe M)
100 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
Viereckiger Backrahmen
Glutenfreie Version: 40 g Hirsemehl, 40 g Reismehl, 20 g Kartoffelstärke, 1/2 TL Johannisbrotkernmehl
Backrohr auf 175 Grad vorheizen.
Den Backrahmen auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen und zur Größe ca. 15 x 15 cm ausziehen. Die Seiten fetten und mit Mehl bestäuben.
Butter, Zucker und Salz in eine Rührschüssel geben und kräftig mixen bis eine luftige, helle Creme entsteht.
Das Mehl mit dem Backpulver in einer Schüssel vermischen.
Ein Ei nach dem anderem unter die Butter-Zuckermischung schlagen. Wenn die Masse gerinnt, 2-3 EL Mehl untermischen, bis sie wieder homogen ist. Sind alle Eier gut eingearbeitet, das Mehl hinzufügen und gerade so lange rühren, bis sich die Masse zusammengefügt hat.
20 Minuten backen und vollständig auskühlen lassen.
50 g Staubzucker
2 Eigelbe (M)
1 Eiweiß (M)
250 g Mascarpone
8 -10 sehr große Erdbeeren
8 kleine Gläser
Eigelbe, Staubzucker, Mascarpone cremig rühren.
Eiweiß steif schlagen und unter die Mascarponemischung heben.
Ausgekühlten Teig in so kleine Kreise ausstechen, dass diese in das Glas passen.
Einen Kuchenkreis als Boden in das Glas geben.
Erdbeeren sehr dünn aufschneiden und am Glasrand platzieren.
Mit etwas Mascarponecreme füllen, darauf Kuchenstückchen platzieren, eine Erdbeerescheibe darauf geben und mit Mascarponecreme auffüllen. (Dieser Vorgang kann natürlich wiederholt werden)
Bis zur Verwendung kühl lagern.













