Dienstag, 26. Oktober 2021

Silent Night

 Habt ihr heuer schon "Last Christmas" gehört? Nein? Macht nix, es läuft sicher bald im Radio und sonst lade ich euch zu uns ein. Der süße Knopf hat aus den hintersten Untiefen des Kastens die Weihnachts-CDs hervor gekramt und seitdem erschallt in den hellsten, glockenreinsten Tönen "In der Weihnachtsbäckerei" oder "Leise rieselt der Schnee"...Bei herrlichem Herbstwetter gerade unvorstellbar, aber irgendwann kommt der erste Schnee. Und Weihnachten kommt auch, ganz sicher. S'Zwiebale hat schon mit der Wunschliste angefangen!

Solltet ihr zu Weihnachten diese Torte backen wollen, solltet ihr jetzt die Vorbereitungen dazu treffen! Im Moment gibt es (zumindest beim Billa) frische Cranberrys. Zu Weihnachten nicht mehr. Das brachte mich damals zur Verzweiflung, denn ich wollte unbedingt diese Torte in meinem Backbuch haben und konnte weder frische noch gefrorene Cranberrys auftreiben. Fündig wurde ich dann beim M-Preis in Kitzbühel (auf die Heimat ist halt doch Verlass!) und seitdem habe ich immer ein Päckchen eingefroren.

Also los, ab zum Einkauf von Cranberrys, einfrieren und zu Weihnachten diese Traumtorte genießen. Die lange Vorbereitung und Planung lohnt sich, versprochen!



Cranberry Torte

Zutaten für 1 Torte mit 20 cm Durchmesser: Anmerkung: Ich habe den Teig auf 3 Formen aufgeteilt. Wenn Ihr ihn in einer Form backt, erhöht sich die Backzeit auf ca. 50 Minuten (Danke Karins Mehlangerie fürs Ausprobieren!)

5 Eier (M)

280 g zimmerwarme Butter, in kleine Würfel geschnitten

150 g Zucker

150 g Rohrzucker, fein

350 g Mehl

2 TL Backpulver

 

Glutenfreie Version: 150 g Hirsemehl oder Hafermehl 150 g Maismehl, 50 g Kartoffelstärke, 1 ½ TL Johannisbrotkernmehl


 Backrohr auf 180 Grad vorheizen und die Backformen vorbereiten.

In einer Schüssel beide Zuckersorten mit den Eiern zu einer hellen Masse mixen. Wenn sich das Volumen verdoppelt hat, Butter nach und nach hinzufügen. Das mit Backpulver vermischte Mehl dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.

18-20 min backen und vollständig auskühlen lassen. (Bei drei Tortenformen, bei einer erhöht sich die Backzeit)

 

Füllung und Dekoration (Anmerkung: wir mögen lieber weniger Crème. Solltet Ihr "Team Cremetorte sein, verdoppelt lieber die Menge an Schlagobers und Mascarpone)

500 g Cranberrys

1 Eiweiß

etwas Zucker

1 Bund Rosmarin

1 Orange zum Auspressen

1 EL Zucker mit ¼ TL Zimt vermischt

1 EL Stärke (Kartoffel oder Mais)

200 ml Schlagobers

80 g Mascarpone

1 EL Zucker

 

Eiweiß in eine kleine Schale geben und 20 Cranberrys darin eintauchen, sodass sie vollständig mit Eiweiß benetzt sind. In einem Suppenteller etwas Kristallzucker verteilen und nach und nach die Cranberrys darin wälzen. Zum Trocknen auf einen Teller legen. Die Cranberrys schauen nun aus, als wären sie von Eiskristallen überzogen.

Verbleibenden Cranberrys in einem kleinen Topf mit dem Zimtzucker und dem Saft einer halben Orange 10 Minuten dünsten. Etwa 10 Rosmarinnadeln klein hacken und dazugeben. Die Masse in einen hohen Rührbecher füllen und pürieren. Wieder in den Topf am Herd leeren, dabei die Hitze reduzieren. Im restlichen Orangensaft die Stärke klümpchenfrei auflösen und zu den Cranberrys in den Topf geben. Gut vermischen und dann die Füllung auskühlen lassen.

 

Für die Creme Obers mit Mascarpone und Zucker in einer großen Schüssel steif schlagen.

 


Fertigstellung der Torte:

Je nach Bedarf die Tortenböden etwas begradigen. .

Auf den untersten Tortenboden die Hälfte der Fruchtfüllung verteilen und etwas Creme hinaufstreichen, dabei ca. 1 cm am Rand frei lassen. Anschließend einen weiteren Tortenboden darauf setzen und die restliche Füllung hinauf streichen. Wieder etwas Creme verteilen und den dritten Tortenboden mit der Backseite nach oben daraufsetzen. Die Torte nun komplett mit Creme einstreichen. Zum Schluss die gezuckerten Cranberrys und die Rosmarinzweige zu einem dekorativen Kranz verteilen.



Diese Torte ist Teil meines Buches "Kuchenparty", erschienen im Kral Verlag. Fotos von Bernd Tschakert.


Montag, 18. Oktober 2021

Endlich wieder Backzeit!

 Wobei, gebacken wurde im Hause Koko, Knopf und Zwiebale viel. Doch die Muse reichte nicht zum Fotografieren und Dokumentieren.

Nachdem die Herren jetzt alle wieder die Schule besuchen und ich nicht mehr Lehrerin von 3 Schulstufen bin, gibt es hier wieder Rezepte!

S`Zwiebale, inzwischen stolze 7 Jahre alt, hat fleißig mitgeholfen. Vom Gemüse im Kuchen war er zwar zuerst mäßig begeistert, aber die Dauer vom Machen bis zum Essen war anscheinend lang genug und er hat vergessen, dass da gehasstes Gemüse drinnen ist. ;-)

Das Rezept von den Muffins habe ich von Maras Wunderland und kann es wirklich empfehlen. Auch ohne Topping schmecken sie herrlich saftig und fluffig und bleiben sogar in der glutenfreien Version mehrere Tage herrlich.



Kürbis-Muffins mit Peanutbutterfrosting

Zutaten:
220 g Mehl bei mir in der glutenfreien Version: 110 g Vollkornhafermehl, 60 g Buchweizenmehl, 50 g Reismehl, 1 TL Johannisbrotkernmehl)
1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 TL Zimt
140 ml Milch
125 g Zucker (bei der Version mit Hafermehl nur 100 Zucker; 50 g weißer und 50 g brauner)
2 Eier
75 ml Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
200 g Kürbispüree

Topping: hier habe ich ein eigenes Rezept verwendet und nicht das von Maras Wunderland)
Das Topping ist sehr, sehr üppig und ich persönlich würde jedem Muffin nur einen kleinen Gupf geben. So hoch dressiert war es nur fürs Foto.

120 g Erdnussbutter, cremig
60 g Staubzucker
38 g Butter, Zimmertemperatur
1/2 TL Vanilleextrakt
1/4 TL Salz
1 EL Schlagrahm (= Obers, =Sahne)




Den Kürbis weich kochen, entweder in ganz wenig Wasser oder im Backrohr oder wie ich in der Mikrowelle, pürieren, und auskühlen lassen.
Backrohr auf 175 Grad vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden.
Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zimt in einer Schüssel mischen.
Milch mit den Eier verquirlen.
Langsam das Öl einrühren.
Kürbispüree untermixen.
Trockene Zutaten (Mehl...) dazugeben und kurz vermischen.
Den Teig in die Förmchen gießen. Ca. 3/4 voll.
Im Backrohr ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!, denn jeder Ofen backt anders)
Muffins auskühlen lassen.

Für das Topping
Alle Zutaten  bis auf das Obers in einer Schüssel mit den Quirlen des Mixer vermischen.
Dann Obers zugeben und kurz mixen.
Das Topping in einen Dressiersack mit Sterntülle füllen und aufdressieren)

Wer das ganze noch üppiger machen möchte, träufelt etwas geschmolzene Zarrtbitterschokolade darüber.



PS: Den wunderschönen Kranz im Hintergrund hat Elisabeth Schmid, Berndorf (St. Veit) gemacht. 




Montag, 23. November 2020

Bananenbrot, die 2te

 Bananenbrot, eigentlich besser gesagt Bananenkuchen, gab es bei uns schon immer. Denn ab einem gewissen Reifestadium isst bei uns niemand mehr Bananen. Und irgendwann habe ich eben die Möglichkeit entdeckt, die braunen Bananen in herrlichen Kuchen zu verwandeln.

Dann kam im Frühling der 1. Lockdown und plötzlich tauchten auf Instagram und Co. Fotos und Rezepte  von Bananenbroten auf. Bei uns? nope. 5 Leute, die alle gerne Bananen essen, ständig Zuhause? Da bleibt nichts für Kuchen übrig. Aber gut, bei schönem, sonnigen, heißen Wetter brauch ich eh keinen Bananenkuchen, eher wenn's draußen kühl wird, nebelig und kalt. Dann ist eine dicke Scheibe vom Kastenkuchen gerade recht.

Und so habe ich 4 Bananen mit einem Post-it versehen und darauf stand: "Nicht essen!" (weil wieder 5 Leute immer Zuhause = 2. Lockdown). Ein paar Tage später gab es dann endlich wieder Bananenbrot und zwar gleich 8 unterschiedliche! Mit diesen Kastenformen klappt das ziemlich leicht.


(Die Form ist von Birkmann und ich bin sehr begeistert - und das ist ganz ehrlich meine Meinung, bekomme nix dafür und habe mir die Form auch selber gekauft)

Rezept für 1 große Kastenform oder 8 kleine (+4 Muffins)

240 g Mehl

1/2 TL Backpulver

Prise Salz

100 g Zucker, weiß

100 g Zucker, braun

4 sehr reife Bananen

2 Eier

150 g Nüsse (gerieben oder gehackt oder beides, Haselnüsse, Pekannüsse....)

170 g Butter

1 TL Vanilleextrakt

1/2 TL Zimt


glutenfreie Version: 100g Hirsemehl, 100 g Buchweizenmehl, 40 g Kartoffelstärke


Backrohr auf 180 Grad vorheizen

Butter schmelzen und abkühlen lassen.

Mehl, Salz, Backpulver in einer kleinen Schüssel vermischen

2 Bananen mit einer Gabel zergatschen und mit dem Zucker + Zimt zu einer cremigen Masse aufschlagen (2-3 Minuten mit dem Mixer)

Butter, Vanilleextrakt und Eier hinzufügen und mixen.

Mehlmischung unterrühren, anschließend die Nüsse dazu geben und verrühren.

2 Bananen grob zerdrücken und unter den Teig mixen.

Teig in Form füllen und backen: große Kastenform: ca. 80 min; kleine Förmchen: ca. 20 min



Bei den kleinen Förmchen kann man je nach individuellen Vorlieben jedes Küchlein besonders machen, indem man

1 TL Nutella in den Teig rührt oder

1/2 Banane drauf legt oder

1/2 EL Haferflocken unterrührt oder

etwas gehackte Zartbitterschokolade oder Schokodrops hinzufügt oder

oder....

Bleibt gesund und lasst es euch schmecken!




Sonntag, 21. Juni 2020

Müde machen

Unser Jüngster, s'Zwiebale, ist untertags der größte Held, laut und draufgängerisch, mutig und unerschrocken, aber sobald es abends ins Bett geht, wird er zur Kuschelmaus, die mindestens 3 Kuscheltiere und den Papa. Gut, die Mama geht auch, aber lieber hat er den Papa, denn da hat er einen aufmerksamen Zuhörer, zumindest für kurze Zeit. 
Unsere Familie teilt sich beim Einschlafen nämlich in 2 Lager - Der süße Knopf und mein Mann legen sich ins Bett und beim "Gute Nacht" sind sie beim "t" schon eingeschlafen. Monsieur Koko, s'Zwiebale und ich brauchen länger zum Einschlafen, mitunter sehr lange, wobei s'Zwiebale oft eine Stunde braucht.

In der Früh teilt sich unsere Familie auch in 2 Lager - Team Langschläfer: ich; Team Frühaufsteher: alle anderen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Abends schaut es also so aus bei uns, dass der süße Knopf in seinem Bett schnarcht, der Koko in seinem Bett liest und s'Zwiebale nicht in seinem Bett liegt, sondern im "Mama-Papa-Bett" und sich laut beschwert: "Mach dich nicht müde. Ich will nicht, dass du dich müde machst!" "Wie mache ich mich denn müde?" ist die Frage des Papas. "Wenn du liest, machst du dich müde!"

Und es kommt nicht selten vor, dass s'Zwiebale nach einer Zeit wieder aus dem Schlafzimmer gestapft kommt und mich bittet, mich neben ihn zu legen, denn: "Der Papa schläft schon. Und wenn er schläft, kann er mich nicht mehr vor Monstern, Dieben und Dinosauriern beschützen!"
Papas können das aber auch im Schlaf!

Weil s'Zwiebale seinen Papa so ganz besonders lieb hat, hat er ihm zum Vatertag Muffins gebacken; ganz allein aus dem Backbuch ausgewählt und den Großteil der Arbeit auch erledigt!

Ziemlich stolz präsentiert s'Zwiebale seine Matilda-Muffins!


Das Rezept stammt aus dem Buch: Der kleine Drache Kokosnuss. Rezepte aus der Drachenbäckerei"
Wir haben es ein bisschen adaptiert.

Zutaten:
2 Eier
150 g Zucker
1/4 l Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
80 g Sauerrahm
200 g Mehl
1 Pkg Backpulver
50 g geröstete, geriebene Haselnüsse
Zuckeraugen 
Mandelsplitter
75 g Doppelrahmfrischkäse
40 ml Schlagrahm (=Sahne = Obers)
100 g Staubzucker

glutenfrei: Da s'Zwiebale am Backen war, haben wir eine fertige glutenfreie Mehlmischung verwendet; jene von Spar free from.


Backrohr auf 150 Grad Umluft vorheizen.
Papierformen ins Muffinblech geben.
Eier, Zucker, Öl und Sauerrahm mit dem Mixer verrühren.
Mehl, Backpulver und Nüsse mischen und zum Teig geben.
Teig in die Muffinförmchen verteilen.
20 - 25 Minuten backen.
Auskühlen lassen.

Frischkäse, Schlagrahm und Zucker in einer hohen Schüssel mit dem Mixer verrühren, bis die Masse steif ist.
In einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.
Zacken auf den Muffin aufspritzen und Mandelsplitter hineinstecken.
Zuckeraugen mit Hilfe der Creme am Muffin befestigen und fertig ist das Stachelschwein Matilda!


PS: Matilda ist die beste Freundin vom Drachen Kokosnuss und zusammen mit dem Fressdrachen Oskar und dem Feuerdrachen Kokosnuss ein echt cooles Team. Wir lieben diese Abenteuer!




Mittwoch, 10. Juni 2020

Mit Leichtigkeit

Es ist schön, wenn durch Kinder neue Begriffe ins Haus kommen. Okay, es gibt auch Wörter, auf die könnte man gerne verzichten, wie Kokos vorpubertäres "boah, eyyyy", Knopfs "gaga" und Zwiebales "Blödi". Manche Wörter werden schnell vergessen, manche verboten, manche toleriert und manche in den familiären Sprachgebrauch aufgenommen.

Ein ganz herrliches neues Wort brachte s'Zwiebale mit: "mit Leichtigkeit". 

Kannst du bitte von der Veranda die Kartoffeln holen? "Mit Leichtigkeit!"
Schaffst Du das, ist das nicht zu schwer? "Mit Leichtigkeit!"

Wenn der kleine Knirps mit seinem immer noch leicht schielenden Auge, der coolen Brille und den entzückenden Locken da steht und mit einer solchen Selbstverständlichkeit "mit Leichtigkeit" antwortet, dann schmilzt mein Herz vor Freude und Glück. Und da musste sogar Monsieur Koko lachen, der von mir gerade gefragt wurde, wie man hier überholt (Fahrradprüfung) und s'Zwiebale laut antwortete: "Mit Leichtigkeit!"


In diesem Sinne, mit mehr Leichtigkeit lässt es sich ziemlich gut leben und mit noch mehr Leichtigkeit so ein herrliches Stück Tarte genießen. (Dass das Abtrainieren der Kuchenkilos nicht mit solch einer Leichtigkeit passiert, ist ein anderes Kapitel 😉)



Erdbeer Tarte

Für den Mürbteig

150 g kalte Butter
75 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
300 g Mehl

glutenfrei: 120 g Reismehl, 120 g Hirsemehl, 60 g Kartoffelstärke, 1 1/2 TL gemahlene Flohsamenschalen

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Butter in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Zucker, Ei, Salz und Mehl zügig mit dem Knethaken des Rührgeräts verkneten. (bzw. per Hand - das mache ich lieber)
Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben (bei der glutenfreien Version mit Reismehl) 
Teig etwas flach drücken.
Auf die Teigscheibe einen Bogen Backpapier legen und mit dem Nudelholz auf dem Backpapier rollen. 
Den Teig in die gewünschte Größe ausrollen, in die Tarteform heben und andrücken.
Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Mit Backpapier belegen und mit Backlperlen (oder Reis) 10 Minuten blind backen.
Das Backpapier mit den Blindbackperlen entfernen und Tarteboden nochmals ca 10 Minuten backen.
Auskühlen lassen.

Je nach Größe der Tarteform bleibt etwas Teig übrig. Entweder kleine Tarteletteförmchen damit auskleiden und wie oben beschrieben backen oder einfrieren.



Für die Creme
1 + 3 Blatt Gelatine
250 g Erdbeeren
2 + 1 EL Erdbeersirup (alternativ Himbeer- oder Holundersirup)
2 Eigelb (M)
250 g Mascarpone
200 ml Schlagrahm (= Obers, = Sahne)
3 EL Zucker

1 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Erdbeeren waschen, putzen, in kleine Stücke schneiden und pürieren. 

2 EL Erdbeersirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine gut ausdrücken und im warmen Sirup auflösen. Diesen Sirup ins Erdbeerpüree gießen, vermischen und die Masse im Kühlschrank aufbewahren.

3 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 

Eigelbe und Staubzucker über einem heißen Wasserbad ca. 5 Minuten mit dem Mixer hellcremig aufschlagen. Die Schüssel darf dabei das kochende Wasser nicht berühren. Anschließend auf die Seite stellen.

Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren. 

1 EL Erdbeersirup in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Gelatine gut ausdrücken und im warmen Sirup auflösen.

Cremig geschlagene Eigelb-Zuckermischung zum Mascarpone geben und kurz vermischen. Gelatine-Sirup dazu gießen und ebenfalls mit dem Mixer kurz verrühren. Erdbeerpüree aus dem Kühlschrank holen und vorsichtig mit Hilfe einer Teigspatel unter die Mascarponecreme rühren.

Obers mit Zucker steif schlagen und unter die Mascarponemasse heben. Diese Masse in die Tarte gießen, fest werden lassen (am besten über Nacht) und dekorieren.

Wenn von der Creme etwas übrig bleibt, einfach in Dessertgläser füllen und genießen. Mit Leichtigkeit!




Samstag, 30. Mai 2020

Lieb & Cool

Der süße Knopf ist unser Leseweltmeister, flotter Schulaufgaben-Erlediger, unser Rechenkönig, unser Kuschelmeister und Sonnenschein. Das und noch viel mehr ist er. Nur großartiger Plauderer ist er noch nicht. Seine Kommunikation beschränkt sich auf effiziente 2 Wortsätze, wie "Komm her", "komm mit"; "lauter"; "großen Hunger"; "danke", "warte mich".... Und ein paar Phrasen wie "danke, gut war's".
Heute in der Früh hat er sich noch einmal zu mir ins Bett gekuschelt, mich ganz tief angeschaut und gesagt "Mama lieb" (übersetzt: Mama ich habe dich lieb). Ui, ui, mein Herz ging fast über vor Glück. Und nach einer Weile sagte er: "Mama, du bist cool!"

Das ist ein Satz! Ein ganzer! Korrekter! Und vollständig!!!!! Und so wahr! ;-) (ha, ha) Ich war so baff und stolz und glücklich. Danke Knopf für diesen schönen Start ins Wochenende.


(PS: Für alle neuen LeserInnen: Der süße Knopf ist 8, hat das Down Syndrom und solche Erfolge sind einfach noch ein Stückchen intensiver als bei anderen Kindern.


Bei uns gibt es nicht nur süße Worte sondern zum Pfingstwochenende auch diese süßen Erdbeer-Holunder-Cupcakes.




Erdbeer-Holunder-Cupcakes
Zutaten für 6 Muffins (mittlere Größe, ca. 90 ml Fassungsvermögen)


116 g Butter, Raumtemperatur

80 g Zucker

1 EL Holunderblütensirup

2 Eier (M)

100 g Mehl

50 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl; sonst einfach gemahlene mit Haut verwenden)

½ TL Backpulver



Glutenfreie Version: 40 g Hirsemehl, 40 g Reismehl, 20 g Kartoffelstärke, ½ TL Johannisbrotkernmehl





Backrohr auf 160 Grad vorheizen und Backformen vorbereiten.

Butter mit Zucker und Sirup in einer großen Rührschüssel schaumig schlagen.
Eier einzeln unter die Masse schlagen.
Mehl, Mandeln und Backpulver vermischen und in die Rührschüssel geben und solange mixen bis ein homogener Teig entstanden ist.

Förmchen bis ca. 1 cm unter den Rand füllen und 20 Minuten backen. 
Auskühlen lassen.



Topping

Erdbeerpudding (am Vortag zubereitet)

20 g Erdbeermarmelade

200 g Mascarpone, Raumtemperatur



Für den Erdbeerpudding

60 g Erdbeersirup 

10 g Zucker

35 g Obers

10 g Maisstärke





Erdbeersirup und Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. 
Obers mit Stärke klümpchenfrei verrühren. Eventuell durch ein feines Sieb streichen. 
Sobald die Sirup-Zucker-Mischung anfängt zu kochen, die Stärkemischung dazugeben und nun rühren bis der Pudding eindickt. 
In eine Schüssel gießen, eine Frischhaltefolie direkt auf den Pudding geben und im Kühlschrank bis zur Verwendung am nächsten Tag lagern.



Erdbeermarmelade und Mascarpone in einer großen Rührschüssel kurz mit dem Mixer glatt rühren. Pudding durch ein feines Sieb streichen und zur Mascarponemasse geben, kurz unterrühren. Die Masse in den Spritzsack füllen und auf die Cupcakes dressieren. Nach Belieben verzieren, mit ein paar Erdbeeren, einer Holunderblütendolde oder einem Topper aus Rollfondant.

Hier habe ich ein Stück bedrucktes Esspapier rund ausgeschnitten, darauf Erdbeerblüten und –blätter geklebt und dieses auf das Topping gesetzt.




Die Fotos sind von Bernd Tschakert und diese Muffins sind Bestandteil meines "Erdbeer Sweet Tables" in meinem Buch. Kuchenparty. Süße Feste feiern, erschienen im Kral Verlag, Gestaltung: Kathi Zenger

Dienstag, 26. Mai 2020

Mission: Steckbrief

Monsieur Koko ist nun schon die zweite halbe Woche in der Schule; die letzten Züge der 4. Klasse Volksschule. Ich frage mich gerade, wo die Zeit geblieben ist. Viel zu gut habe ich seinen ersten Schultag in Erinnerung und bald ist sein 1. Schultag am Gymnasium und s'Zwiebale kommt in die Volksschule. 
Er bringt jetzt schon viele Hefte und Bücher mit, die sie nicht mehr brauchen und da wir immer noch im Corona-Aufräum-und-Aussortier-Modus sind, blättere ich sie durch, bevor sie in die Erinnerungskiste wandern.
Die erste Schularbeit in Deutsch war eine Personenbeschreibung und Kokos Lehrerin hat ihnen wirklich viel Rüstzeug mitgegeben. Statt "ich bin sportlich" … "Ich trage gerne T-Shirts und Jeans und das unterstreicht meinen sportlichen Körperbau." … oder "Mein schlanker Körperbau zeigt wie sportlich ich bin"...
Eine der ersten Übungen war es, die Mama oder den Papa zu beschreiben. Koko wählte mich und so saß ich also habacht, um seinen Fragebogen zu beantworten. Aus diesem Steckbrief wurde dann eine Personenbeschreibung.

Also, ich sag's euch, bei Monsieur Koko werden reihenweise Herzen schmelzen. 

Nachdem er mich lange betrachtet hatte, schrieb er: "Ihr freundliches Lächeln, ihre weiche Haut und ihr rundlicher Körperbau machen sie zur besten Kuschelmama."

Ganz, ganz ehrlich? Ein schöneres Kompliment habe ich noch nie bekommen. Einfach wundervoll, mein Koko.



Diese Erdbeerküchlein sind auch wundervoll, ursprünglich von Zucker, Zimt und Liebe als Blechkuchen gebacken, habe ich sie in einer Mini-Kastenformen (ich habe diese hier verwendet) gebacken und letzte Woche gleich 2 Mal nachproduziert, so gut haben sie uns geschmeckt.
Und es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man einen Kuchen nur für sich hat. ;-)

Hier meine Variante:

Erdbeer-Buttermilch-Küchlein

Zutaten für 8 Mini Kuchen 

200 g Mehl
1 TL Backpulver
eine Prise Salz
150 g blanchierte, gemahlene Mandeln (gibt es in Österreich beim Lidl)
200 g Zucker und etwas zum Bestreuen des Teiges
175 g Butter, zimmerwarm
150 ml Buttermilch
3 Eier
8 große Erdbeeren
    optional: 125 g Erdbeeren, kleingeschnitten
2 EL gehackte Pistazien

glutenfreie Version: Coronabedingter Einkaufskrise sind mir meine reinen Mehle ausgegangen und ich habe für diesen Kuchen eine fertige Mehlmischung von Spar verwendet. Im Normfall hätte ich
80 g Hirsemehl, 80 g Reismehl, 40 g Kartoffelstärke und 1 TL Johannisbrotkernmehl verwendet.

optionale Erdbeeren: Wir sind eine Familie, die Teig gerne mag. Natürlich aus der Teigschüsseln beim Zubereiten genascht, aber auch im Kuchen braucht es bei uns nicht viel Obst, damit wir glücklich sind. Wer es gerne fruchtiger hat, mischt bitte die kleingeschnittenen Früchte unter den Teig.



Backrohr auf 180 Grad vorheizen, Formen vorbereiten (fetten und mehlen)
Mehl, Backpulver, Salz, Mandeln und Zucker in einer großen Rührschüssel mischen.
Butter, Buttermilch und Eier dazugeben.
Alles mit dem Mixer zu einem glatten Teig rühren.
Optional die Früchte unterheben.
Teig gleichmäßig in die Formen (bis eine Fingerbreit unter den Rand) füllen
Die 8 Erdbeeren halbieren und jeweils 2 Stück mit der Schnittfläche nach oben in das Küchlein drücken. (nur ganz sanft; sie sollen gut sichtbar sein)
Mit Pistazien und etwas Zucker bestreuen und für ca. 25 Minuten (Stäbchenprobe) backen.

Auskühlen lassen, aus der Form holen und am besten ganz frisch genießen.